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Platz da-Bludenzer Jugend wird gefragt

Kinder- und Jugndliche brauchen Frei- und Spielräume
Kinder- und Jugndliche brauchen Frei- und Spielräume ©Kirisits

“Du lebst in Bludenz, du willst dich mit deinen Freundinnen und Freunden treffen . . . gibt es überhaupt coole Plätze in Bludenz?” – Das will die Stadt Bludenz derzeit im Rahmen der Arbeit an einem Spiel- und Freiraumkonzept von Bludenzer Kindern und Jugendlichen in Erfahrung bringen.

Menschen bewegen sich tagtäglich im öffentlichen Raum- mit ganz unterschiedlichen Zielen und Motiven. Sie gehen spazieren, einkaufen, arbeiten, Kaffee trinken usw. Kinder wie auch Jugendliche haben jedoch vielfach andere Bedürfnisse als Erwachsene. Kinder möchten spielend die Welt erkunden. Jugendliche erfahren Gesellschaft und ihr soziales Umfeld, indem sie ihre eigenen Freiräume entdecken. Sie treffen sich am liebsten mit Freundinnen und Freunden und möchten dabei unbeaufsichtigt sein. Sie quatschen, hören Musik oder “chillen”.

Freiräume werden jedoch immer weniger, das weiß jeder Erwachsene, der an die eigene Kindheit und Jugend zurückdenkt: Baumhütten bauen, auf der Straße Fußball oder im gesamten Viertel “Versteckerlis” spielen … das alles wird zunehmend schwieriger. Die Vorarlberger Landesregierung hat im vergangenen Jahr das “Spielraumgesetz” verabschiedet und fördert Gemeinden, die eine strategische und langfristige Planung von Frei- und Spielräumen für Kinder und Jugendliche erarbeiten wollen.

Die Stadt Bludenz nutzt diese attraktive Chance zur nachhaltigen Entwicklung und erarbeitet mit Unterstützung des Landes Vorarlberg ein solches Konzept. Wesentlich dabei ist, dass nicht am grünen Tisch geplant wird, sondern Kinder wie auch Jugendliche als Spezialisten ihres Alltags zu sehen und ihre Ideen, Wünsche und Sichtweisen in dieses Konzept einfließen zu lassen. In einem ersten Schritt wurden alle Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Bludenzer Volksschulen befragt.
Nun erfolgt die nächste Projektphase. “Jugendlich sind sehr sensibel. Sie wissen, was sie brauchen und wollen. Das muss auch in unserem Spiel- und Freiraumkonzept berücksichtigt werden. Deshalb brauchen wir unbedingt die Mitarbeit der Jugendlichen aus allen Stadtteilen”, hofft Jugendstadträtin Carina Gebhart auf einen “Ansturm der Jugend”. Die Jugendlichen zeigen den Erwachsenen ihre Sicht auf ihren Lebensraum, ihre Lieblingsplätze und natürlich auch das Gegenteil davon. “Eingeladen sind alle Jugendlichen zwischen 12 – 19, die in Bludenz wohnen. Es gibt keine Anmeldepflicht- also einfach nur vorbeikommen”, appelliert Gebhart.

Alexandra Abbrederis, Kommunikationsexpertin und Nicoletta Piersantelli, Architektin und Landschaftsarchitektin, bringen ihre Erfahrungen in Beteiligungs- und Planungsprozessen ein, um die Beiträge der Jugendlichen zu sammeln. Zwischen dem 27.September und dem 13. Oktober sind die Jugendlichen von Bludenz eingeladen, an einem Stadtrundgang teilzunehmen und ihre Ideen einzubringen. An jedem Rundgang nimmt jeweils ein Vertreter der Stadtplanung teil, die im Anschluss das Spielraumkonzept ausarbeiten wird.

Treffpunkte:

Montag, 27.9., 18 Uhr Brunnenfeld und Siedlung Tränkeweg, Parkplatz beim Autohaus Gunz
Dienstag, 28.9., 18.30 Uhr Südtiroler Siedlung, Boznerstraße, Durchgang zur VS Obdorf
Dienstag, 5.10., 18 Uhr Unterstein, Unterfeld & Rungelin, Eingang Tennishalle
Mittwoch, 6.10., 18 Uhr Außerbraz, Bushaltestelle “Gasthof Traube”
Donnerstag, 7.10., 18 Uhr Illrain, Mokry & Klarenbrunn, Trafik Ellmenreich
Montag, 11.10., 18 Uhr Obdorf, Vorplatz Volksschule
Mittwoch, 13.10., 18 Uhr Bings & Radin, Vorplatz Volksschule Bings

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