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Plassniks "letzter Akt": Ehrenzeichen für Österreicherin Mutter

Als "auch außerhalb der musikalischen Welt unglaublich facettenreiche und engagierte Persönlichkeit" würdigte Außenministerin Ursula Plassnik (V) Anne-Sophie Mutter anlässlich der Verleihung des "Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich" am Mittwochvormittag.

Die in Deutschland geborene Weltklasse-Geigerin mit österreichischer Staatsbürgerschaft sei durch ihr Engagement “Teil einer Verantwortungsgesellschaft”. “Tief gerührt, glücklich und enorm geehrt” von einer “derartigen Auszeichnung von meinem Heimatland” nahm Mutter die Urkunde entgegen.

In seiner Laudatio ließ Musikverein-Intendant Thomas Angyan Mutters Auftritte in seinem Haus revuepassieren, wo die Violinistin vor 30 Jahren debütiert hatte. “Fühlen Sie sich zu Hause in Österreich, fühlen Sie sich zu Hause in Wien!”, so Angyan. Plassnik bedankte sich weiters, dass sich Mutter im Außenministerium als Botschafterin für die Initiative “Welt ohne Minen” einsetze, in deren Rahmen sie bereits zwei Benefizkonzerte gegeben habe. Auch fördere Mutter den musikalischen Nachwuchs, hier habe sie “große Schritte gesetzt”, so die Ministerin bei ihrem “letzten Akt als Außenministerin”, den sie in Vertretung des Bundespräsidenten vornahm. Leider habe sie Mutters gestrigem Konzert mit Lambert Orkis im Musikverein nicht beiwohnen können, da sie “als Volksvertreterin im Parlament” gewesen sei.

Anne-Sophie Mutter (45) sah die Auszeichnung als “Ansporn für das, was in meinem Leben noch kommt”. Sie und ihre Kinder hätten seit zehn Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft, sie habe aber schon “von ganz klein auf durch die Liebe zu Mozart ein Gefühl für die österreichische Empfindungswelt” gehabt. Sie wolle den “Kulturschatz dieses Landes pflegen”, die Musik sei “eine Sprache, die uns alle verbinden kann, die uns umarmt, mit der man kleine Dinge verändern” könne. Bei den anschließenden Feierlichkeiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit waren auch Staatsopern-Direktor Ioan Holender, Bundestheaterholding-Chef Georg Springer sowie der ehemalige Botschafter in Genf, Wernfried Köffler, anwesend.

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