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Pkw-Lenker im Ortsgebiet viel zu schnell

Schwarzach - Überhöhte bzw. nicht angemessene Geschwindigkeit ist nach wie vor die häufigste Unfallursache im Straßenverkehr: „Rund ein Drittel aller tödlichen Unfälle ist auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen“, erläutert Martin Pfanner, Leiter des KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in Vorarlberg. Eine aktuelle KfV-Erhebung zeigt, dass die Bereitschaft, Tempolimits einzuhalten, oft gering ist.

In Vorarlberg waren 55 Prozent der Lenker schneller als mit den erlaubten 50 km/h (ohne Toleranz) unterwegs. Acht Prozent fuhren schneller als 60 km/h. „Vor allem im Ortsgebiet werden Geschwindigkeitsbegrenzungen von vielen Pkw-Lenkern als Richtgröße gesehen. Gerade hier bewegen sich aber viele ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Kinder und Radfahrer. Das Einhalten der Tempo-Limits ist absolut notwendig, denn Rasen kann tödlich enden“, betont Pfanner.

In Vorarlberg hielten sich nur 29 Prozent der Lenker in Tempo-30-Zonen strikt an das Limit. Immerhin 83 Prozent fuhren dort nicht schneller als 40 km/h, so dass der Mittelwert 34 km/h beträgt.

Ein km/h weniger bewirkt Unfallrückgang

Eine Senkung der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit um nur einen km/h bewirkt einen Rückgang von zwei bis drei Prozent der Unfälle und rund fünf Prozent weniger Todesopfer (ca. 30 Verkehrstote weniger pro Jahr in Österreich).

Zunehmende Geschwindigkeit bedeutet

  •      längerer Bremsweg,
  •      größeres Unfallrisiko mit
  •      schwerere Unfallfolgen und
  •      weniger Zeit, rechtzeitig stehen zu bleiben bzw. auszuweichen.

Die Vorteile angepasster Geschwindigkeit sind hingegen weniger Unfälle und geringere Unfallschwere.

Freiland und Autobahn: Auch bei hohen Geschwindigkeiten wird deutlich übertreten

Bei höheren Geschwindigkeiten werden Tempo-Limits zwar eher eingehalten, allerdings ist auch hier der Anteil jener Pkw-Lenker, die Geschwindigkeitslimits überschreiten, hoch: 44 Prozent der Pkw-Lenker in Österreich fuhren auf Freilandstraßen mit 70 km/h-Beschränkung schneller als erlaubt, auf Freilandstraßen mit 80 km/h-Beschränkung waren es 36 Prozent, die sich nicht daran hielten, und die 100 km/h-Beschränkung übertraten 15 Prozent der Pkw-Lenker. „In Österreich passierte 2009 jeder zweite tödliche Unfall auf einer Freilandstraße“, sagt Pfanner.

Auf Autobahnen werden Tempolimits eher eingehalten, dennoch: Jeder fünfte Pkw-Lenker in Österreich überschritt die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. In Vorarlberg fuhren 13 Prozent der Pkw-Lenker und 85 Prozent der LKW und Buslenker auf der Autobahn schneller als erlaubt.

Moped- und Motorradlenker: Im Ortsgebiet oft zu schnell

Bei Lenkern einspuriger Kfz verhält es sich ähnlich wie bei Pkw-Lenkern: Auch Moped- und Motorradlenker überschreiten vor allem im Ortsgebiet die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Tempo 30-Zonen wurden von 86 Prozent der gemessenen Zweiräder in Österreich überschritten, drei Viertel der einspurigen Kfz-Lenker überschritten die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h im Ortsgebiet. „Moped- und Motorradlenker haben im Vergleich zu Pkw-Lenkern keine Knautschzone. Bei Unfällen sind sie abgesehen von Schutzkleidung und Helm ungeschützt und tragen oft schwere Verletzungen davon. Die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen sind entsprechend den Anforderungen der Straße gesetzt und müssen im Sinne der Verkehrssicherheit eingehalten werden“, so Pfanner.

So viel kosten Tempo-Sünden

Auf allen Straßen:

Schneller als 30 km/h über Limit: € 70,- Organmandat; € 70,- bis € 2.180 Behördenstrafe

 

Im Ortsgebiet:

Mehr als 40 km/h über Limit: Mind. €150,- bis € 2.180,- + Führerscheinentzug

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