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PISA-Test: Augen zu und durch

Bald schon beginnt der PISA-Test 2012 für Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1996.
Bald schon beginnt der PISA-Test 2012 für Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1996. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Bregenz - Ab 11. April beginnt PISA-Test 2012 in Vorarlberg. Diesmal ohne Vorarlberg-Auswertung.
Ergebnisse vom PISA-Test 2009


Ein katastrophales Ergebnis brachte 2009 der Bildungstest PISA für Österreich. Platz 31 im damaligen Schwerpunkt Lesen, Platz 18 in Mathematik, Platz 24 im Bereich Naturwissenschaften. Vorarlberg und Tirol gaben damals als einzige Bundesländer eine separate Auswertung mit entsprechendem Sample in Auftrag – in der Hoffnung, über dem Bundesschnitt zu liegen. Das Gegenteil war der Fall: Die beiden westlichsten Bundesländer schnitten noch schlechter ab als die restlichen Landesteile. In Vorarlberg herrschte Katerstimmung und es gab pathetische Worte. „Wir werden diese Ergebnisse als gesamtgesellschaftliche Herausforderung sehen müssen“, sagte Schullandesrat Siegi Stemer (61) anlässlich einer Pressekonferenz, am 31. Jänner 2011.

Weniger Beachtung

Ein gutes Jahr später scheint der nun anstehende PISA-Test mit Schwerpunkt Mathematik und Problemlösungskompetenz für die Schulverantwortlichen an Bedeutung verloren zu haben. Nicht nur, dass es keine spezifische Vorarlberg-Auswertung mehr gibt, der Stellenwert des internationalen Bildungstests wird generell heruntergespielt. „Für uns stehen die bald stattfindenden Erhebungen der Bildungsstandards in der vierten und achten Schulstufe im Mittelpunkt. Die sind flächendeckend und die Ergebnisse gibt es bereits ein halbes Jahr später“, sagt Siegi Stemer heute. Die Verantwortlichen des Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung (bifie) hätten ihm und den Tiroler Kollegen abgeraten, noch einmal eine separate Länderauswertung durchführen zu lassen.

Nur acht Schulen

PISA wird heuer in Vorarlberg zum Schmalspurprogramm. Während sich am Test 2009 noch 1400 Schülerinnen und Schüler an 62 Schulen beteiligten, sind es im Standardset heuer nur 250 Schüler an acht Schulen. Vorarlberg wird im bundesweiten Ergebnis ein anonymer Bestandteil bleiben. Alfons Bechter (72), PISA-Beauftragter für Vorarlberg, findet das ein wenig schade. „Wenn man Kontinuität in der Beobachtung einer Entwicklung gewollt hätte, wäre eine neuerliche separate Auswertung nützlich gewesen. Allerdings verstehe ich auch, dass es für die Schulen Belastungsgrenzen bei der Durchführung verschiedenster Tests gibt. Es gibt ja schon so viele.“

Ergebnisse 2013

Der PISA-Test findet in Vorarlberg zwischen dem 11. April und dem 23. Mai statt. Getestet wird der Jahrgang 1996 in sämtlichen Schultypen. Zum zweiten Mal nach 2003 wird Mathematik daher den Schwerpunkt bilden. Getestet werden jedoch auch Kompetenzen in den Naturwissenschaften und im Lesen. Darüber hinaus steht auch ein Problemlösetest am Computer auf dem Programm. Am Test beteiligen sich insgesamt 66 Länder. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich erst im Dezember 2013 vor.

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