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Pilotversuch für schnelle Hilfe

Schnelle Hilfe ist das wichtigste nach einem Unfall, wenn es um Leben und Tod geht. Über 40.000 Menschen sterben jedes Jahr in Europa bei Verkehrsunfällen.

2.000 davon könnten überleben, würde rechtzeitig Hilfe gerufen werden. Alleine in Österreich wären das 50 Menschenleben pro Jahr. Durch ein elektronisches Gerät im Fahrzeug, das bei einem Unfall automatisch eine Meldung – einen sogenannten eCall – an die europäische Notrufnummer 112 absetzt, soll dies in einigen Jahren erreicht werden. Schon jetzt kann man sich diese Systeme ins Auto einbauen lassen, das Verkehrsministerium überlegt derzeit einen verpflichtenden Einbau für alle Neufahrzeuge und hat deshalb zusammen mit dem ÖAMTC einen mehrwöchigen Pilotversuch gestartet.

Im Rahmen des Projekts werden 100 Fahrzeuge mit einem Sat-Alarm-System von Dolphin Technologies ausgerüstet, um die Meldekette messbar zu machen und diese zu optimieren. Jeder österreichische Autolenker kann sich derzeit als Testfahrer bewerben. „Das System kann der Autolenker dann nach dem Test behalten“, so Martin Paweletz vom ÖAMTC auf „VN“-Anfrage.

Alle Autos ausstatten

InnerhalbdesTestzeitraums von vier bis sechs Wochen muss jeder Lenker mittels eines im Fahrzeug installierten Tasters zehn bis 15 Mal einen Unfall simulieren. Die eingebaute Blackbox meldet diesen direkt an die ÖAMTCEinsatzzentrale, welche dem Testfahrer den Alarm rückbestätigt und ihm mitteilt, welche Notrufstelle jetzt informiert werden würde. Durch die Aufzeichnung wird eine Evaluierung und in weiterer Folge eine Verbesserung des bestehenden Systems ermöglicht. Geht es nach den Wünschen der EU, sollen in einigen Jahren alle Neufahrzeuge mit einem solchen System ausgerüstet werden.

Eine Anmeldung als Testfahrer ist über das Internet unter www.e-call. at möglich.

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