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Philosophicum in Lech

Um den „Wert des Menschen“ dreht sich das diesjährige Philosophicum in Lech, das von 15. bis 18. September im Vorarlberger Nobel-Skiort stattfindet. Es diskutieren internationale Wissenschaftler.

Der Untertitel „An den Grenzen des Humanen“ wird durch die aktuellen Entwicklungen der biologischen Forschung und der gesellschaftlichen Diskussion begründet. Am Freitagvormittag wird auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) am Arlberg erwartet. Philosophen, Kultur-, Sozial- und Naturwissenschafter aus Europa und Australien sind die Vortragenden beim neunten Philosophicum in Lech. Sie wollen der Frage nachgehen, „worin der Wert des Menschen gründet und was uns Menschlichkeit wert sein muss“, so Konrad Paul Liessmann, Initiator und wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung. „Die Frage nach dem, was es heißt, als Mensch menschenwürdig zu leben, stößt immer öfter an Grenzen und in Graubereiche vor, in denen das Humanum selbst zur Disposition steht“, erklärt Liessmann im Einladungstext. Neben den bioethischen Fragen hinterlasse das “ökonomische Denken unseres Zeitalters“ seine Spuren auch in Begriffen wie Humankapital, Kostenfaktor oder „zunehmende Belastung für die Sozialbudgets“. Den Auftakt bildet am Donnerstag um 15.00 Uhr das traditionelle „Siemens-Impulsforum“ zur Frage „Was ist der Mensch wert?“.

Drei Tage vor der deutschen Bundestagswahl wird Moderator Michael Fleischhacker (Chefredakteur „Die Presse“) nach den Menschen- und Gesellschaftskonzepten fragen, die hinter den politischen Angeboten stehen. Es diskutieren der Ex-CDU-Politiker und Merkel-Biograph Gerd Langguth, der Leiter der Zukunftskommission der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Dieter Klein, und der Ex-SPD-Politiker und Autor von „Die Reformlüge“, Albrecht Müller. Anschließend gibt um 17.00 Uhr Liessmann eine Einführung in das Thema, bevor um 17.30 Uhr der emeritierte Philosophie-Professor Robert Spaemann den Eröffnungsvortrag „Wert des Menschen oder Würde des Menschen?“ hält. Am Freitag referieren unter anderen Franz M. Wuketits („Sind Menschen die besseren Affen?“), stellvertretender Vorsitzender des Konrad Lorenz Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung, und Annemarie Piper („Der evaluierte Mensch. Von der Menschenwürde zum Humankapital“). Am Samstag präsentiert etwa Helga Kuhse („Die Heiligkeit des Lebens und die Herausforderung der Medizin“) ihre Gedanken, am Sonntag Dieter Thomä („Entmenschlichung. Über die Krise äußerer und innerer Werte“). www.philosophicum.com

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