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"Phil": Sechs weitere Wochen Winter

Arme Amerikaner: Sie müssen noch eine Weile in der Winterkälte zittern - jedenfalls wenn es nach der Prognose von Murmeltier "Phil" geht.

Das kleine Pelztier, das traditionell jedes Jahr am 2. Februar, dem “Groundhog Day”, in einem Wäldchen bei Punxsatawney im US-Bundesstaat Pennsylvania nach den Wetteraussichten “befragt” wird, sagte am Samstag sechs weitere Wochen kaltes Wetter voraus.

Zuvor war “Phil” entsprechend einer alten Zeremonie aus seinem Winterquartier, einem Baumstamm, geholt worden. Der Tradition zufolge hält der Winter mindestens bis Mitte März an, wenn “Phil” im Sonnenlicht seinen Schatten sieht. Wenn nicht, dann darf man auf baldige Frühlingslüftchen hoffen.

Die seit 1887 praktizierte Zeremonie am “Murmeltiertag”, die jedes Jahr 30.000 Besucher aus aller Welt anzieht, geht nach Vermutungen von Brauchtums-Forschern auf eine Verschmelzung von Legenden amerikanischer Ureinwohner und deutscher Siedler zurück. Danach glaubte ein seinerzeit in Punxsatawney lebender Indianerstamm, dass seine Vorfahren Murmeltiere waren.

Die christlichen Siedler wiederum brachten die “Weisheit” mit, dass ein Murmeltier am 2. Februar, Maria Lichtmess, aus seinem Winterschlaf aufwacht, sich erschreckt, wenn es seinen eigenen Schatten sieht und dann rasch wieder zum Weiterschlafen in den Bau zurückkehrt. Im vergangenen Jahr hatte “Phil” den baldigen Einzug des Frühlings vorausgesagt.

Wie jedes Jahr war Samstag früh (Ortszeit) der “innere Zirkel” des “Groundhog-Clubs” in das Wäldchen Gobbler’s Knob gezogen – 15 Herren in Frack und Zylinder. Einer von ihnen schlug an den Baumstamm und holte dann “Phil” aus seinem Domizil. Danach wurde das Murmeltier nach seinen “Erkenntnissen” – Schatten oder nicht – “befragt” und die Prognose dann offiziell verkündet.

Der “Groundhog-Club” schwört – allerdings augenzwinkernd – dass sich “Phil” niemals irrt. Das ist auch kein Wunder, denn die “Voraussage” des Murmeltiers ist nicht ortsgebunden: Irgendwo hält der Winter gewiss noch sechs Wochen an.

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