AA

Phänomenale russische Instrumentalsolisten

Hübsch und hochbegabt - die Geigerin Kateryna Titova aus der Ukraine.
Hübsch und hochbegabt - die Geigerin Kateryna Titova aus der Ukraine. ©TaK

Glanzvoller Saisonauftakt der Vaduzer Weltklassik-Konzerte im Zeichen von russischer Romantik.

Vaduz. Die traditionellen, vom TaK im Vaduzer Saal veranstalteten Vaduzer Weltklassik-Konzerte hätten keinen glanzvolleren Saison-Auftakt erfahren können als mit dem fast ganz im Zeichen Russlands stehenden Orchesterkonzert des Prague Philharmonic Orchestra und den Weltklasse-Solisten Maxim Vengerov (Violine und Leitung) und Kateryna Titova (Klavier). Der schon seit Jahrzehnten weltberühmte Geiger Maxim Vengerov gilt wegen seiner technischen Brillanz und seines besonders nuancenreiches und klangschönen Spiels auf seiner Stradivari als einer der größten Geiger unserer Zeit.
Im Jahre 2007 erlitt der Künstler eine Verletzung am rechten Arm und konnte deshalb längere Zeit nicht als Geiger auftreten, wohl aber als Dirigent (Ausbildung bei Vag Papian, enge Zusammenarbeit mit Rostropowitsch und Barenboim). Seit 2010 konzertiert Vengero wieder als Geiger und konnte jetzt in Vaduz nachdrücklich beweisen, dass seine Geigenkunst “in alter Frische – und Schönheit” präsent ist. Vengerov spielte die Solostellen in der farbigen Suite “Scheherazade”, op. 35, von Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) und als kostbare Zugabe die hochromantische “Méditation” aus der Oper “Thais” von Jules Massenet. Der russische Weltstar auf der Geige dirigierte auch das Konzert, die schon erwähnte “Scheherazade”, und das erste Klavierkonzert in b-Moll, op. 23, von P. I. Tschaikowsky (1840-1893). Vengerovs Dirigat ist erfüllt mit heißen Emotionen für das Werk, aber gepaart mit eleganter Gestik.

Kateryna “die Große”

Bei Tschaikowsky saß eine hübsche junge Dame aus der Ukraine am Steinway, die man nur mit dem Prädikat “phänomenal” feiern kann – Kateryna Titova (geb. 1983). Dieses zauberhafte Persönchen meisterte mit ihren 28 Jahren als schon wahrhaft “große” Pianistin die dramatischen Eruptionen des populären Klavierkonzerts ebenso wie die von Wehmut umflorten lyrischen Passagen des zweiten Satzes und brillierte selbstredend mit einer atemberaubenden Fingertechnik. Das Spitzenorchester der Prager Philharmoniker (1994) ließ unter Vengerov die russisch vertonte Abenteurergeschichte aus 1001 bei allen Instrumentengruppen in plastischen Orchesterfarben aufblühen und war mit der fulminanten Kateryna bei ihrem Landsmann Tschaikowsky ein Herz und eine Seele …

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Feldkirch
  • Phänomenale russische Instrumentalsolisten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen