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Pfusch am Bau in Vorarlberg: Was haben Sie schon alles erlebt?

Pfusch am Bau in Vorarlberg: Was für Erfahrungen haben Sie gemacht?
Pfusch am Bau in Vorarlberg: Was für Erfahrungen haben Sie gemacht? ©APA
Unglaubliche Bau-Fails zeigen die Bilder auf der Facebook-Seite "Pfusch am Bau GmbH". Jetzt wollen wir von Ihnen wissen: Was haben Sie schon alles in puncto "Pfusch am Bau" in Vorarlberg schon alles erlebt?
Die 20 schlimmsten Bau-Fails

Zum Teil einfach nur zum Kopf schütteln: Die Bilder auf “Pfusch am Bau GmbH” zeigen eklatante Planungs- und Denkfehler. Natürlich gibt es Beispiele, die zeigen, dass man besser einen Profi engagiert hätte, denn die Ergebnisse erinnern in ihrer Ausführung an den “TV-Heimwerker-King” Tim Taylor. Pfusch am Bau ist natürlich auch in Vorarlberg ein Thema.

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Laut einer Market-Linz-Umfrage stehen die Österreicher der “Schattenwirtschaft” kritischer gegenüber. “Dinge im Pfusch erledigen lassen” wird immer weniger als Kavaliersdelikt betrachtet – zuletzt nur noch von circa 52 Prozent der Bevölkerung. Anfang 2015 waren es noch um 10 Prozentpunkte mehr, hat der Linzer Volkswirtschafts-Professor Friedrich Schneider ermitteln lassen.

Die beliebtesten Pfusch-Dienstleistungen

Am häufigsten – zu 55 Prozent – werden “Pfuscher” im Bereich “Renovieren einer Wohnung oder eines Hauses” beschäftigt, sagten nach einer tatsächlichen Inanspruchnahme von Pfusch-Dienstleistungen Befragten, gefolgt von Reparaturen am Auto (21 Prozent). Danach folgen Kosmetik- und Friseurdienstleistungen (15 Prozent), die Inanspruchnahme von Hausarbeit (13 Prozent) und von Nachhilfestunden und Gartenarbeiten mit je 8 Prozent sowie der Kinderbetreuung mit 5 Prozent. Gegenüber 2015 ist der Anteil bei der Kategorie Wohnungs- oder Hausrenovierung mit 15 Prozentpunkten am stärksten gesunken.

“Ohne Pfuscher kann man sich heute vieles nicht leisten” – diesem Statement schlossen sich 67 Prozent der vom Linzer Institut für Markt-, Meinungs- und Mediaforschung Befragten mit einem “Ja” an, lediglich drei Prozentpunkte weniger als Anfang 2015. Auf die Aussage “Der Staat ist eigentlich selbst schuld, dass es so viele Pfuscher gibt. Die Steuern sind einfach zu hoch” antworteten 55 Prozent mit “Ja” – hier zeigte sich jedoch im Jahresabstand ein Rückgang um 10 Prozentpunkte.

Heuer gaben 36 Prozent zu, dass sie in den letzten zwei bis drei Jahren auf einen “Pfuscher” zurückgegriffen hätten, um sieben Prozentpunkte weniger als zuletzt. “Nur” 31 Prozent meinten, dass durch den Pfusch dem Staat viele Milliarden an Steuereinnahmen entgehen. Ganze fünf Prozent meinten, dass man “Pfuscher” anzeigen sollte. Befragt wurden 1.032 in Face-to-Face-Interviews, repräsentativ für die ab 15-Jährige Bevölkerung (Schwankungsbreite maximal +/- 3,11 Prozent).

Der Staat ist der größte Verlierer

Größter Verlierer beim “Pfusch” sei der Staat, betont Schneider, dem durch die Schattenwirtschaft hauptsächlich Sozialversicherungsbeiträge entgegen – nämlich Steuer- und SV-Beitrags-Ausfälle von 2,0 bis 3,5 Mrd. Euro pro Jahr. Die Steuerverluste würden sich aber in Grenzen halten, da das schwarz verdiente Geld wieder in die offizielle Wirtschaft fließe. Etwa zwei Drittel der Wertschöpfung komme von “Pfuschern”, die selbstständig oder unselbstständig in einem offiziellen Job beschäftigt sind, die volle Steuer- und Abgabenlast tragen und “nur” die “schwarzen” Überstunden nicht versteuern, so der Experte. 16 Prozent der Wertschöpfung des “Pfusches” gehen seinen Angaben zufolge auf organisierte Kriminalität zurück (Prostitution, Bau) und 17 Prozent auf Arbeitslose und Frühpensionisten.

Weniger als 8 Prozent vom BIP

Im Jänner hatte Schneider prognostiziert, dass der Anteil des “Pfuschs” an der offiziellen Wirtschaftsleistung Österreichs – nach einem Anstieg in den beiden Vorjahren – heuer wieder unter die Marke von 8 Prozent des BIP sinken dürfte. Als Grund nannte er vor allem die Entlastung durch die Steuerreform. Insgesamt dürfte das Pfusch-Volumen heuer um gut 700 Mio. Euro auf rund 20,64 Mrd. Euro schrumpfen, so Schneider damals. 2015 war mit 21,35 Mrd. Euro der höchste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht worden. Um 2 Mrd. Euro gedrückt werden dürfte der Pfusch heuer durch die Steuerreform, dafür dürfte die höhere Arbeitslosigkeit die Schattenwirtschaft um 1 Mrd. Euro ankurbeln. (VOL.AT, APA)

Grafik: Pfusch am Bau

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