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Pflegende Angehörige: Urlaub bewährt sich

Der im heurigen Sommer in Vorarlberg eingeführte einwöchige Erholungsurlaub für pflegende Angehörige hat sich laut Sozial-Landesrätin Greti Schmid (V) "sofort als äußerst gefragtes Angebot bewährt".

Mit rund 60 Personen sei in diesem Jahr die maximal mögliche Anzahl an Teilnehmern erreicht worden, teilte Schmid am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit. Im kommenden Jahr werde deshalb das Angebot weitergeführt und die Zahl der Turnusse von drei auf sechs verdoppelt.

Pflegende Angehörige können in Vorarlberg seit Sommer diesen Jahres unter bestimmten Voraussetzungen ein Mal jährlich einen einwöchigen Erholungsurlaub im Rossbad Krumbach (Bregenzerwald) in Anspruch nehmen. Neben Aufenthalt mit Vollpension umfasst das Angebot auch einen Weiterbildungskurs, der bei den pflegerischen Aufgaben und dem Umgang mit psychischen Belastungen helfen soll.

Am Angebot „Erholungsurlaub für pflegende Angehörige“ beteiligen sich neben dem Land Vorarlberg auch Arbeiterkammer, Gebietskrankenkasse (VGKK) und als neuer Partner die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft. Zur Inanspruchnahme ist berechtigt, wer bei der VGKK oder der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft versichert ist und die zu pflegende Person (Pflegestufe 3 oder höher) seit mindestens einem halben Jahr betreut. Der pflegebedürftige Angehörige (oder sein Partner) muss während des aktiven Arbeitslebens arbeiterkammerzugehörig gewesen sein, außerdem muss ein verwandtschaftliches Verhältnis bestehen. Als Selbstkostenbeitrag sind 50 Euro zu bezahlen.

„Pflegende Angehörige spielen bei der häuslichen Pflege eine wesentliche Rolle. Sie gilt es speziell zu unterstützen“, betonte Schmid. Der Vorarlberger AK-Präsident Josef Fink sagte, dass mit dieser Aktion offenbar „eine Betreuungslücke im Pflegebereich entdeckt und geschlossen werden konnte“. VGKK-Obmann Manfred Brunner bezifferte die Kosten für die VGKK für das heurige Jahr mit 17.500 Euro. „Dazu waren wir gerne bereit“, so Brunner.

In Vorarlberg werden 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut. Da die Bevölkerung immer älter wird, rechnen Experten bis 2020 mit einem Anstieg der Zahl der Pflegepatienten um 38 Prozent.

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