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Pflanzenseuche kostet Land Millionen

Die Feuerbrand-Seuche wirkt sich nicht nur auf den Obstbau verheerend aus, sondern auch auf Streuobst- und Gartenbesitzer. Das Bakterium Erwinia amylovora befällt auch Zierpflanzen.

In 83 von 96 Vorarlberger Gemeinden ist der Feuerbrand bereits festgestellt worden und verursacht den Kommunen zum Teil beachtliche Kosten. Für die Bekämpfung gilt in Vorarlberg eine Drittellösung: Die Kosten werden vom Land, der Gemeinde und dem Betroffenen geteilt. Bürgermeister Wilfried Berchtold, Vorarlberger Gemeindepräsident, schildert die Situation anhand seiner Stadt Feldkirch: „Wir hatten 2002 noch 40.000 Euro budgetiert, 2003 und 2004 bereits 60.000 Euro – diese Mittel mussten bis auf den letzten Cent ausgeschöpft werden.”

Täglich ging derzeit zwischen 20 und 30 Meldungen in der Stadt ein: „Durchschnittlich ist ein tatsächlicher Befall darunter, aber wir müssen allen Meldungen nachgehen. Das ist sehr zeitintensiv und kostet Geld.” Feuerbrand ist meldepflichtig, kann von Laien aber nur schwer erkannt oder zu spät von anderen Krankheiten unterschieden werden. Allein in Feldkirch sind neun Feuerbrand-Beauftrage ehrenamtlich die ganze Zeit im Einsatz, dazu kommen zwei Ferialkräfte der Stadt. Die anfälligsten Pflanzen für die Seuche sind Birnen, Äpfel und Quitten, daneben aber auch unter anderen Eberesche, Weißdorn, Zwergmispel, Felsenbirne und Feuerdorn. Müssen befallene Pflanzen vernichtet werden, „kommt es zu nicht immer angenehmen Auseinandersetzungen auf emotionaler Ebene” mit den Gartenbesitzern, schildert Berchtold.

Seit dem ersten Auftreten der Krankheit in Vorarlberg im Jahr 1993 mussten bis zum Vorjahr 5.326 Hochstamm-Obstbäume gerodet werden, dazu über 46.000 Zier- und Wildgehölze. Allein im Vorjahr betrug der finanzielle Aufwand des Landes durch die Drittellösung 700.000 Euro.

Ein Ende ist nicht abzusehen. Gebhard Bechter stellte am Freitag ernüchternd fest, dass der Streuobstbestand in Vorarlberg vermutlich nicht mehr zu retten ist. Beim Intensivanbau komme es darauf an, ob Alternativen zum Antibiotika-Einsatz Erfolg zeigen oder nicht. Jedenfalls rechnet er in diesem Jahr mit er Rodung mehrerer Hektar an Erwerbsobstbaufläche – 2003 wären es „nur” eineinhalb Hektar gewesen.

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