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Peter und Paula bleiben im Gespräch

Beim Rückbau des Turmes Paula in Andelsbuch: Angelo Roventa, Kornelia Rhomberg, Benny Gleeson (vl)
Beim Rückbau des Turmes Paula in Andelsbuch: Angelo Roventa, Kornelia Rhomberg, Benny Gleeson (vl) ©Edith Rhomberg
Was von Angelo Roventas Turm als Symbol für die Gleichstellung der Menschen bleibt.
Peter und Paula

Dornbirn/Andelsbuch. In diesen Tagen deckt der Schnee zu, was von Paula geblieben ist. Die Gedanken und Worte über die tiefere Bedeutung der Installation Peter und Paula haben Bestand. Das luftige Bauwerk mit zwölf kreisförmig angeordneten, über 30 Meter hohen, Baumstämmen stellte neben der Andelsbucher Pfarrkirche St. Petrus und Paulus einen temporären zweiten Turm dar. Architekt Angelo Roventa hatte ihn als Beitrag zum Wettbewerb Handwerk+Form 2018 geplant und errichten lassen und mit der Aufstellung des weitum sichtbaren Gebildes war auch dessen Lebensdauer über wenige Monate hin bereits besiegelt.

So versammelten sich in Andelsbuch mit Turmbauer Angelo Roventa am 21. Dezember seine Frau Kornelia Rhomberg und mehrere Sympathisanten, darunter Architektin Marina Hämmerle, Architekturvermittlerin Martina Pfeifer Steiner und Musiker und Künstler Benny Gleeson. Sie sahen dem Treiben der Handwerker zu, die mit dem Zersägen der Baumstämme lautstark zu Gange waren. Nein, traurig sei er nicht, bekräftigte Angelo Roventa, ganz im Gegensatz zur einen oder anderen Anwesenden. Im Gegenteil. „Es ist ein glücklicher Moment, wenn etwas die Eigenschaft verliert, unendlich zu sein“, erklärte er. Zufrieden zeigte sich Roventa über die anhaltende Wirkung seiner Arbeit, die den Diskurs über die Gleichstellung und Würde aller Menschen und Geschöpfe, sowie das Göttliche in allen Wesen in Gang setzte. Zur Fragestellung, wie sich Gleichstellung anfühlt und wie sich die Würde des Menschen zeigt, äußerten sich zahlreiche Menschen. Eine Zusammenfassung der vielfältigen Statements beinhaltet die Sonderausgabe Bregenzerwald der Zeitschrift ST/A/R Nr. 60.

Ein Sitzkreis bleibt

Als einen Raum für Frieden bezeichnete Marina Hämmerle die Anordnung der Baumstämme für Peter und Paula, der ein Ort zum Innehalten und zur Begegnung bleiben könnte. Die Betonung liegt auf könnte. Denn die Erfüllung des Weihnachtswunsches von Martina Pfeifer Steiner, der Sitzkreis möge da bestehen bleiben, wo er jetzt noch ist, scheint wenig wahrscheinlich. Dem Wunsch schließt sich Benny Gleeson an, aber Andelsbuchs Bürgermeister Bernhard Kleber beruft sich auf die ursprüngliche Vereinbarung des Rückbaus. Für eine Stellungnahme der Pfarre war am vergangenen Freitag niemand erreichbar.

 

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