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Peru: Mehrere Tote und Dutzende Verletzte

In Peru ist eine für 120 Insassen ausgelegte Passagiermaschine in einem Sturm auf einer Dschungelpiste notgelandet. Der US-Nachrichtensender CNN meldete, dass mindestens zwei Menschen getötet wurden. 

Bei der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs im Amazonas-Gebiet von Peru haben 57 Insassen und damit mehr als die Hälfte der Menschen an Bord überlebt. 41 Menschen kamen ums Leben und zwei wurden noch vermisst, wie Polizei und Krankenhäuser am Mittwoch mitteilten. Die Maschine der peruanischen Fluggesellschaft Tans war am Dienstagnachmittag (Ortszeit) im Landeanflug auf den Flughafen der Dschungelstadt Pucallpa von heftigen Böen erfasst worden, so dass die Piloten nur noch eine Notlandung vornehmen konnten. Die Boeing 737-200 hatte 92 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder an Bord.

Der Polizeichef von Pucallpa, General Ariosto Obregon, sagte am Mittwoch, 41 Tote seien in die beiden Leichenhallen der Stadt gebracht worden. Die Identifizierung werde schwierig sein, da die Leichen bei dem Absturz stark verstümmelt worden seien. Nach Angaben der Direktorin des Regionalkrankenhauses von Pucallpa, Esperanza Gomez, wurden 57 Überlebende in verschiedenen Krankenstationen der Stadt behandelt.

Unter den Passagieren waren nach Angaben von Tans 16 Ausländer, von denen zumindest sechs US-Bürger derselben Familie und zwei Italienerinnen überlebten. Über das Schicksal von fünf weiteren Amerikanern, einem Australier, einem Kolumbianer und einer Spanierin war zunächst nichts bekannt. Ein Radioreporter berichtete vom Unglücksort, er habe zwischen den Leichen auch tote Kinder und Babys gesehen.

Tans-Sprecher Jorgé Belevan sagte, die Piloten der Boeing seien so erfahren gewesen, „wie es nur geht“, und es sei der Notlandung zu verdanken, dass es überhaupt Überlebende gebe. Die Maschine war in der 840 Kilometer westlich gelegenen Hauptstadt Lima gestartet und sollte von Pucallpa aus weiter in den Norden fliegen.

Ein Überlebender namens Yuri Salas berichtete im Radio CPN, der Pilot habe den Passagieren gesagt, „dass wir uns in 3.000 Metern Höhe befänden und nun zum Landeanflug ansetzen würden“. Doch die Turbulenzen seien immer stärker geworden, „dann habe ich gespürt, dass es zu Ende geht“. Er habe die Anweisungen der Flugbegleiterinnen befolgt und den Kopf auf die Knie gelegt. „Mit einem Mal habe ich einen großen Schlag gespürt, und dann habe ich wohl das Bewusstsein verloren.“

Als Salas die Augen wieder öffnete, fand er sich inmitten verbogener Metallstücke und sah Flammen. Zusammen mit anderen Passagieren kroch er durch das Loch, das beim Auseinanderbrechen der Maschine entstanden war. Dann versuchte er, so schnell wie möglich von dem Flugzeug wegzukommen. Inmitten von Rauch und strömendem Regen erkannte der Händler die richtige Richtung kaum.

Weltweit handelte es sich bereits um das fünfte Flugunglück binnen eines Monats. Vor einer Woche war in Venezuela eine Maschine der kolumbianischen Fluggesellschaft West Caribbean Airways auf dem Flug von Panama nach Martinique abgestürzt. Sämtliche 160 Menschen an Bord kamen ums Leben. Am 14. August stürzte bei Athen eine Boeing 737 der zyprischen Airline Helios ab; alle 121 Insassen starben. Am 6. August starben bei der Notwasserung eines tunesischen Charterflugzeuges vor Sizilien 16 Menschen. Die 309 Insassen einer Air-France-Maschine kamen bei einer Bruchlandung am 2. August in Toronto mit dem Schrecken davon.

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