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Perspektive für Straßenkinder

Im vergangenen Jahr hat die Vorarlberger Akrobatikgruppe Zurcaroh international endgültig den Durchbruch geschafft.
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Die Auftritte bei der US-Talentshow „America’s Got Talent“ wurden von einem Millionenpublikum in den USA verfolgt, und letztlich wurde man knapp Zweiter. Zum Glück, denn die mit dem Sieg verbundenen Auftritte in Las Vegas wären für die Amateure, bei denen viele Schüler aktiv sind, wohl kaum zu schaffen gewesen. Am 25. Dezember folgte noch der Auftritt mit Helene Fischer in der gleichnamigen Show des Schlager-Stars, bei dem Zurcaroh sich erstmals einem Millionenpublikum im deutschsprachigen Fernsehen präsentieren konnte.

Zurcaroh Cares

2019 werden die Athleten von Zurcaroh nun ein Herzensprojekt umsetzen: „Zurcaroh Cares“, ein eigenes Sozialprojekt. Dabei wollen die Götzner die eigenen Stärken und Fähigkeiten ganz bewusst einsetzen. Geplant ist nämlich, 2019 eine eigene Akrobatikgruppe in Brasilien zu gründen. Das soll jungen Menschen in Armenvierteln ermöglichen, eine langfristige Perspektive aufzubauen.

Damit knüpft man an die eigene Geschichte an, immerhin hatte Zurcaroh-Gründer Peterson da Cruz Hora Zurcaroh erst in Brasilien gegründet und dann, nachdem er in Vorarlberg lebte, hierher versetzt. Auch für ihn war die Akrobatik der Weg, vermeintliche Grenzen zu überwinden. Nun geht es, zumindest teilweise, wieder retour.

Und das erst einmal mit der ganzen Götzner Truppe. Denn im Frühjahr ist eine einwöchige Brasilien-Tournee geplant, die als Startschuss für das Projekt dienen soll. Dabei werden zum einen Kinder aus Armenvierteln zu den Shows eingeladen. Auch sonst ist einiges ungewöhnlich. „Die einen zahlen mit Lebensmitteln“, erklärt Zurcaroh-Cares-Sprecher Christoph Hämmerle, „die anderen ganz normal mit Geld.“ Es geht darum, viele Menschen zu erreichen. „Die Lebensmittel gehen dann direkt an die Bevölkerung retour“ und auch alle Einnahmen dienen dem Projekt. Die Kosten für die Reise der 50 Köpfe starken Truppe werden aus Erlösen bei Auftritten in Europa getragen.

100.000 Euro im Jahr

In Folge soll eine zweite Zurcaroh-Gruppe in Brasilien gegründet werden. Die wird, so der Plan, dieselben Choreografien lernen und damit Zurcaroh ermöglichen, mehr Auftritte wahrzunehmen. 2018 wurden über 100 Angebote ausgeschlagen. Dabei sollen sich die Gruppen auch durchmischen können. „Es gibt uns dann mal zwei“, bringt es Hämmerle auf den Punkt. Geleitet wird das Ganze aus Österreich. Ziel ist es aber, dass die brasilianische Truppe sich mittelfristig selbstständig finanziert und trägt.

In Brasilien möchte man aber noch mehr bieten, so werde den Kindern unter den 50 bis 100 brasilianischen Mitgliedern der Schulbesuch ermöglicht und auch Lernhilfe und Betreuung in der Freizeit angeboten. „Sie sollen eine langfristige oder sogar lebenslange Perspektive erhalten“, betont Hämmerle. Die Startkosten schätzen Zurcaroh mit 100.000 Euro im Jahr ein. Das fällt für eine Halle samt Räumlichkeiten für Betreuung, Trainer, Reisekosten, Schulgelder und Ähnliches an. Die Pläne sind schon weit fortgeschritten, Peterson da Cruz Hora war bereits mehrmals in Brasilien, um das Projekt aufzugleisen. Standort wird São Paulo sein.

Wenn sich das Projekt in Brasilien bewährt, dann könnte es für weitere Projekte aus Vorbild dienen. „Wir haben viele Anfragen aus Afrika“, berichtet Hämmerle. Dort unterstützt man bereits eine Gruppe in Uganda.

Gute Nachrichten für Fans

Erfreuliches gibt es auch für die Fans der Truppe aus Vorarlberg zu berichten. 2019 wird es, neben internationalen Auftritten, so etwa wieder in den USA, auf jeden Fall auch einen oder mehrere Auftritte im Land geben, bestätigte Hämmerle.  Damit kann man die atemberaubende Akrobatik auch wieder einmal vor Ort statt über das Fernsehen verfolgen.

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