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Personalabbau bei S. I. E

Die System Industrie Electronic (S. I. E) baut an ihrem Hauptsitz in Lustenau rund zehn Prozent des Personals ab. Ende September müssen „sechs bis acht“ der derzeit 70 Vorarlberger Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Verantwortlich dafür sind laut Finanzchef Markus Gfall Probleme in der Sparte „Industrie Computer Solutions“. Gleichzeitig verweist S. I. E auf einen Auftragsstand in der Rekordhöhe von 11 Millionen Euro.

Die S. I. E-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr mit weltweit einen Umsatz von 21,1 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2004 erwirtschafteten weltweit 103 Mitarbeiter 13,5 Millionen Euro Umsatz. Die Division „Electronic Components Logistic“ sei dabei über, die „Industrie Computer Solutions“ unter Plan gelegen, so Finanzchef Gfall am Dienstag im APA-Gespräch. Bei den Lösungen für Industriecomputer gebe es derzeit erheblichen Druck auf die Margen. „Zudem ist absehbar, dass die Umsätze im zweiten Halbjahr unter Plan liegen werden“, sagt Gfall.

S. I. E-Vorstand Udo Filzmaier macht in der heutigen Ausgabe der „Vorarlberger Nachrichten“ die schwache Industriekonjunktur in Deutschland und Österreich für die Schwierigkeiten verantwortlich. Zwar liege der Auftragsstand auf Rekordniveau, doch der Start mehrerer Projekte habe sich verzögert und bestehende Rahmenaufträge würden langsamer als geplant abgerufen: „Die aktuelle Situation erfordert eine Verschlankung der Struktur, um auch auf der Kostenseite der schwächeren konjunkturellen Entwicklung Rechnung zu tragen“, so Filzmaier.

S. I. E war vom damals 23-jährigen Udo Filzmaier 1994 gegründet worden. Dieser baute in der Garage seines Vaters industrietaugliche Computer. Inzwischen unterhält das Unternehmen Standorte unter anderem in China, Hong Kong, Australien und Israel. Auf seiner Referenzliste nennt S. I. E Kunden wie Motorola, steht zu rund 80 Prozent im Besitz der Filzmaier-Privatstiftung. Den Rest halten die Investorengruppen EK Fin und JGH Trust.

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