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Personal im Tourismus knapp

Bludenz - Engpass zu Saisonbeginn: In der Hotellerie und Gatronomie treibt die aktuelle Situation der verfügbaren Arbeitskräfte so manchem Betriebsinhaber Sorgenfalten auf die Stirn.

Die Freude in den Vorarlberger Skigebieten über den ausgezeichneten Start in den Winter ist groß. Die gute Schneelage macht bei den Brettlfans richtig Lust auf mehr, das merken die einzelnen Wintersportorte an der gesteigerten Nachfrage. Allein in der Hotellerie und Gatronomie treibt die aktuelle Situation der verfügbaren Arbeitskräfte so manchem Betriebsinhaber Sorgenfalten auf die Stirn. Vom Arlberg übers Montafon bis in den Bregenzerwald herrscht noch dringender Bedarf an weiterem Personal in Küche und Service.

„Gebraucht werden alle, vom Koch über Kellner bis hin zum Zimmermädchen“, bestätigt Hubert Salzgeber, Geschäftsführer der Tourismus-Sparte in der WK-Vorarlberg, „den Engpass zu Saisonbeginn“. Das Saisonnier-Kontingent für Vorarlberg mit 570 Arbeitsplätzen ist ausgeschöpft. Über die Jobbörsen durch das AMS in Ländern wie Ungarn, Tschechien, Schweden und Deutschland konnten zuletzt noch einmal an die 300 Saisonkräfte für die heimischen Tourismusbetriebe angeworben werden.

350 offene Stellen

„Derzeit sind aber allein im Bezirk Bludenz noch 250 offene Stellen vermerkt“, zeigt Dietmar Müller, Eures-Berater beim AMS Bludenz und Leiter des Tourismusjobcenters, den Ist-Stand auf. Auch im Bezirk Bregenz sind im Tourismus noch an die 100 qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. „Wir spüren die Auswirkungen der verbesserten Konjunktur in Deutschland, so dass weniger Saisonkräfte wie in den Vorjahren kommen wollen“, sagt Georg Eiler aus Alberschwende, Wirteobmann im Bregenzerwald.

Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, hat das Arbeitsmarktservice seine Vermittlungsbemühungen noch einmal intensiviert. Neben dem laufenden AMS-Kurs „Tourismus“, in dem derzeit über 40 Vorarlberger Arbeitssuchende für eine Beschäftigung im Gastro-Bereich intensiv geschult werden, erfolgt auch in EU-Ländern noch einmal eine Anwerbe-Kampagne.

Angesichts der erfreulichen touristischen Großwetterlage und guter Buchungsstände ist bei den Tourismusbetrieben hinsichtlich des erhöhten Personalbedarfs auch Eigeninitiative gefragt. „Wir haben eine eigene Mitarbeiterbörse gegründet und tauschen untereinander Bewerbungen aus“, sagt Marion Gafgo von der Wirtevereinigung in Lech. Am Arlberg setzt man darauf, dass sich die Arbeitskräfte-Situation bis Mitte Dezember entspannt.

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