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Peres: Österreicher sollen am Golan bleiben "solange sie können"

Israels Präsident Peres bedankte sich bei Außenminister Spindelegger für den unermüdlichen Einsatz des Bundesheers am Golan.
Israels Präsident Peres bedankte sich bei Außenminister Spindelegger für den unermüdlichen Einsatz des Bundesheers am Golan. ©AP
"Die Österreicher spielen eine sehr wichtige Rolle am Golan." Israels Präsident Shimon Peres streut den heimischen UNO-Soldaten Rosen.

Anlässlich eines Besuches von Vizekanzler Michael Spindelegger in Jerusalem appellierte Peres am Donnerstag eindringlich, die Österreicher mögen auch angesichts der verschärften Sicherheitslage an der Waffenstillstandlinie zu Syrien “bleiben, solange sie können.”

Österreicher haben sich Respekt verdient

“Beide Seiten haben sehr großen Respekt vor den Österreichern”, betonte der israelische Präsident, daher sei es von vitalem Interesse Israels, dass die heimischen Blauhelme weiter am Golan blieben.

“Wir bleiben, solange wir können”, bekräftigte Spindelegger in seiner Antwort einmal mehr und erklärte seinerseits, man zähle auf die israelische Unterstützung bei der beabsichtigten Verlagerung der Versorgung der Golan-Truppen von syrischem auf israelisches Territorium.

Arabische Liga soll unterstützen

In Zusammenhang mit der eskalierenden Situation in Syrien, die auch die UNO-Truppen auf dem Golan unter Druck gebracht hat, appellierte Peres an die UNO, die Arabische Liga aufzufordern, eine Eingreiftruppe zu bilden, die dem Blutvergießen in Syrien ein Ende machen solle. “Die Zeit ist reif dafür” erklärte der israelische Präsident und verwies auf das Beispiel Malis.

Zuvor hatte Spindelegger dem israelischen Premier Benjamin Netanyahu einen Besuch abgestattet, bei dem keine Journalisten zugelassen waren. Dem Vernehmen nach bedankte sich auch Netanyahu für die Entscheidung der Österreicher, vorerst weiter am Golan zu bleiben.

Friedenssicherung bleibt “ein gefährliches Geschäft”

Etwas verklausuliert, aber in der Essenz klar, war die Botschaft, die heimische Journalisten unterdessen anderswo vermittelt bekamen: “Peacekeeping ist ein gefährliches Geschäft”, meinte Edith Rosenzweig-Abu, im Außenministerium für die Zusammenarbeit mit den UNO-Truppen zuständig. “Wir tun alles für die UNDOF – zu jeder Tages- und Nachtzeit”, meinte sie.

Die Österreicher hätten mit dem Nordteil der Pufferzone am Golan aber ohnehin den ruhigeren Teil zu beobachten – und nachdem sich die Lage in der jüngeren Vergangenheit etwas verschärft habe, sei die Golan-Mission nun auf einem Level angelangt, auf dem andere UNO-Missionen schon vorher waren.

Gutes Verhältnis zur lokalen Bevölkerung

Israel sei sehr daran gelegen, dass die Österreicher am Golan blieben, betonte auch die Außenamts-Beamtin: “Wir haben noch nie ein Ansuchen abgelehnt.” Die Österreicher wären auch sehr clever gewesen und hätten sich ein gutes Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung aufgebaut.” Und letztlich habe Israel ein vitales Interesse am Weiterbestand der UN-Golan-Mission, bestätigte sie. Sind doch die Blauhelme die einzige direkte Verbindung zum Nachbarn, mit dem man nach wie vor im Kriegszustand steht: “Wenn die UNDOF-Mission jetzt endet, wird Israel in den Syrien-Konflikt hineingezogen – auf die eine oder andere Weise.” (APA)

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