Per Fahrrad ins Tor und zur EM

Die Radballer des RV Dornbirn sind wahre Akrobaten auf dem Fahrrad und mit dem Ball.
Die Radballer des RV Dornbirn sind wahre Akrobaten auf dem Fahrrad und mit dem Ball. ©cth und Hollenstein
Vereine im Fokus: RV Dornbirn Die Dornbirner Radballer fahren auf der Erfolgswelle.   Dornbirn. Viermal in der Woche wird in der Sporthalle der Hauptschule Haselstauden gekickt – nicht mit den Beinen, sondern per Fahrrad.
Per Fahrrad ins Tor und zur EM

Das sieht nicht nur spektakulär aus, sondern auch sehr professionell. Die tolle Trainingsarbeit beim RV Dornbirn zeigt Früchte. In wenigen Wochen kämpft man bei der Junioren EM in Gent um Medaillen und auch sonst können sich die Erfolge der letzten Jahre wahrlich sehen lassen: „WM Silbermedaille 2007, WM Bronzemedaille 1988, 1997, Vizeeuropameister 2008, U23 Europameister 2008, 2009

Junioren Europameister 2004 und aktuell Österreichischer Jugend- und Schülermeister.“

Vorarlberg hat sich in den letzten Jahren zur Hochburg im Radball entwickelt und erlebt einen wahren Aufschwung. Mit Pascal Fontain und Patrik Köck hat man in eigenen Reihen ein Duo, das dem Verein bereits herausragende nationale und internationale Platzierungen erspielt hat. Ende September ist man sogar Ausrichter des UEC U23 Radball Europacup, der dann in der Messehalle 1 in Dornbirn gastieren wird. Neben den sportlichen Erfolgen, liegt den Trainern aber vor allem die Freude an der Bewegung – und am Sport selbst –  am Herzen. „Das wichtigste Ziel ist natürlich den Kindern und Jugendlichen zum üblichen Alltag eine tolle und willkommene Abwechslung zu bieten. Die Kinder sollen mit Freude aufs Training kommen und Spaß haben. Zudem soll mit dem Training ein gemeinschaftliches Auftreten und Zusammengehörigkeitsgefühl gelernt werden“, erklärt Christian Feurstein, der dem RV Dornbirn selbst schon seit 28 Jahren verbunden ist. „Als Zwölfjähriger  hat mich damals ein Schulfreund gefragt, ob ich mal mitgehen möchte, um mir das Radball anzusehen. Der Sport hat mir auf Anhieb gefallen, da es actionreich und eben einmal etwas anderes als Fußball war“, erinnert er sich. Zwar etwas anders, aber mindestens so spannend, wenn der Torwart und der Feldspieler (eine Radballmannschaft besteht aus 2 Personen) geschickt mit dem Fahrrad den Ball durch die Halle fliegen lassen. Auch spektakuläre Freistöße und Penalty inbegriffen. Das speziell handgefertigte Fahrrad hat eine direkte Übersetzung, keine Bremsen und keinen Freilauf. Durch die direkte Übersetzung ist es auch möglich rückwärts zu fahren. Voraussetzung für eine Radballzukunft ist, dass man eben etwas geschickt auf dem Fahrrad ist. Philipp Schwendinger, eine der jüngsten in der RVD-Riege wurde genauso entdeckt: „Mein Nachbar Gernot ist Trainer beim Verein und hat mich oft mit dem Fahrrad draußen am Spielen gesehen. Er hat gleich gemeint, ich wäre sicherlich ein toller Radballer.“ Gesagt, getan. Heute gehört Philipp mit seinem Partner Jonathan zum hoffnungsvollen Nachwuchs, der dem RV Dornbirn in Zukunft sicherlich noch viel Freude und wahrscheinlich Medaillen bescheren wird.

 

Kontakt:  
Dornbirner Radfahrerverein 1886
Littengasse 5a
6850 Dornbirn

Obmann: Harald Ilg harald.ilg@inode.at

 

Daten und Fakten:

1886 gegründet

Rund 300 Mitglieder (davon 25 Radballer)

Der Verein ist in 3 Sparten unterteilt – Radball, Mountainbike und Wanderfahren.

4 Mal in der Woche Training (Elitemannschaft trainiert einmal wöchentlich in der Radballhalle in Lustenau)

 

Umfrage: Was begeistert Dich am Radball?

 

Michael Eiler, 33 Jahre, Dornbirn:

Ich bin nun seit 33 Jahren beim Verein. Zuerst lange als Spieler, dann als Funktionär im Vorstand und nun als Nachwuchstrainer. Mir gefallen die Technik und die vielen Möglichkeiten. Außerdem ist es ein toller Mannschaftssport, der Teamgeist erfordert.

 

Stefan Feurstein, 15 Jahre, Dornbirn:

Es ist einfach ein super Sport, der auch nicht jeder macht. Das hat mich gleich gereizt. Wir haben nicht nur im Verein, sondern untereinander in Vorarlberg ein super Verhältnis zwischen allen Radballern.

 

Philipp Schwendinger, 8 Jahre, Dornbirn:

Radball macht einfach sehr viel Spaß und es ist auch toll, dass ich gemeinsam mit meinem Partner Jonathan spielen kann. Es noch viel cooler als Fußball und ich gehe jedes Mal sehr gerne zum Training, denn auch unsere Trainer sind alle sehr nett.

 

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