Pensionistin bestohlen: Acht Monate Gefängnis

Feldkrich - Seiner acht einschlägigen Vorstrafen wegen kam der Angeklagte nicht mit einer bedingten Strafe davon. Der Frühpensionist wurde am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch wegen Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, Diebstahl und Urkundenunterdrückung zu einer unbedingten Gefängisstrafe von acht Monaten verurteilt.

Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig. Der 41-Jährige hat am 4. April in einem Supermarkt in Feldkirch einer Pensionistin die Geldtasche gestohlen. Ihre Tasche mit der Geldtasche hatte die 73-jährige Frau mit der Schulterprothese an den Einkaufswagen gehängt, um sich zu entlasten. Wenig später wurden noch am selben Tag bei einem Bankomat in Hohenems mit ihrer Kreditkarte 300 Euro behoben. Der Angeklagte behauptete, er habe dort vergeblich versucht, Geld zu beheben. Richter Wilfried Marte ging freilich davon aus, dass der Angeklagte der Täter war. Die dafür notwendigen PIN-Zahlen habe die Dame wohl unvorsichtigerweise so notiert, dass er sie in der Geldtasche finden konnte. Mit der zweiten Karte der Frau, einer Bankomatkarte, scheiterte der 41-Jährige bei seinen Behebungsversuchen. An Schadenersatz wurden dem Opfer vom Gericht 600 Euro zugesprochen. Die 73-Jährige verzichtete darauf, weil der Frühpensionist arm sei. ,,Der seelische Schaden, den Sie mir zugefügt haben, ist größer als der finanzielle“, sagte sie ihm zum Abschied.

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