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Pensionist hielt Kirche im Mittelburgenland tagelang besetzt

Ein offenbar geistig verwirrter Pensionist im mittelburgenländischen Steinberg-Dörfl (Bezirk Oberpullendorf) hat mehrere Tage lang die Kirche im Ortsteil Dörfl besetzt gehalten.

Am Donnerstagabend schritten schließlich die Behörden ein. Wegen Selbstgefährdung wurde der Mann in professionelle Betreuung gebracht, hieß es von der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf, nachdem der etwa 65-Jährige seit der Sonntagsmesse in der Kirche der 1.500 Seelengemeinde ausgeharrt hatte. In der Nacht verbarrikadierte er sich. “Das hat die Ortsbevölkerung schon sehr beunruhigt, vor allem die älteren Damen”, sagte Ratsvikar Johann Neubauer der APA am Freitag. Die Messe zum Landesfeiertag Martini wurde kurzerhand in eine Kapelle verlegt.

“Wir wollten das so friedlich wie möglich lösen”, erklärte Neubauer, warum die Polizei nicht zu Hilfe gerufen wurde: “Es ist ja in erster Linie ein kranker Mann.” Weder Gespräche des Pfarrers noch der Angehörigen mit dem Pensionisten brachten einen Ausweg aus der verfahrenen Situation. Eine Streife schaute zwar mehrmals vorbei, da der Mann aber niemand gefährdete, schritten die Polizisten nicht ein.

Auslöser für die “Besetzung” dürften eine geistige Erkrankung und Behörden-Streitigkeiten sein. “Er fühlt sich von den Behörden missverstanden und verfolgt” und sei “im Ort und in der Umgebung bekannt”, so Neubauer. Seit mehreren Jahren gebe es immer wieder “Schübe”. Der ORF berichtete, es solle sogar ein Besuchsverbot in der Präsidentschaftskanzlei für den Pensionisten geben.

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