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Pegida, Rot-Weiß-Rot-gida und der unbekannte Patriot

Bregenz. Wieviel Pegida steckt hinter der für Samstag angekündigten, von den Behörden allerdings verbotenen Kundgebung im Ländle?

Susanne H., in der Vergangenheit das Gesicht von Pegida in Vorarlberg, und mitverantwortlich für die erste Pegida Veranstaltung in Bregenz, ist offenbar in Ungnade gefallen.

Pegida Österreich geht auf Distanz

Auf der offiziellen Facebook-Seite von Pegida Vorarlberg findet sich seit einigen Tagen eine klare Distanzierung von H. und auf Nachfrage von VOL.AT wird von Pegida bestätigt, dass H. niemals Mitglied von Pegida Österreich war. So habe H. ausschließlich aus eigenem Antrieb heraus gehandelt und ihre Aktionen auch nie mit Pegida abgestimmt. Um zu verhindern, dass Trittbrettfahrer das Engagement von Pegida zunichte machen, habe man auch die Facebook-Seite übernommen. H. habe eine politische Orientierung offenbart, die weder mit dem Menschenbild noch den Zielen von Pegida vereinbar sei.

Rot-Weiß-Rot-gida

Susanne H., die auch gerne auf Pegida-Kundgebungen im In- und Ausland als Rednerin auftritt, hat nun reagiert und ihre eigene, neue Bewegung, unter dem Namen “Rot-Weiß-Rot-gida” ins Leben gerufen. Bislang mit überschaubarem Erfolg, so hat die Facebook-Seite gerade einmal rund 40 Follower. Allerdings hat H. Großes vor und kündigt die Gründung eines Vereins sowie auch die Gründung von Ablegern in drei weiteren Bundesländern an. Bei einer Rede am vergangenen Montag in München spricht sie auch bereits von einer Kundgebung in Bregenz am 30. Mai. Bei den Behörden ist bislang allerdings noch keine Anmeldung für eine Versammlung an diesem Tag eingelangt. Pegida Österreich sieht die Bemühungen von H. gelassen. “Was Frau H. tut, ist ihre eigene Entscheidung, solange dies nicht unter missbräuchlicher Verwendung unseres Namens geschieht und unsere Bewegung nicht diskreditiert”, heißt es in einer Stellungnahme.

Susanne H. im Wann & Wo Interview

 

Untersagte Versammlung  nicht von Pegida angemeldet

Auch zu der für Samstag angekündigten und von den Behörden untersagten Versammlung in Bregenz gibt es von Seiten Pegida eine klare Stellungnahme. “Die Kundgebung in Bregenz wurde von keinem Vertreter oder Mitglied unserer Partei angemeldet, es handelte sich um eine Einzelperson”, lautet die Antwort auf VOL.AT-Nachfrage. Man habe deshalb auch kein Interesse daran, dass gegen die Untersagung rechtlich vorgegangen wird.

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