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Patienten sollen nicht leiden

Spitalskonzept hin, Umstrukturierungen her: den Patienten soll es auch künftig an nichts mangeln. So versichern zumindest die Gesundheitsverantwortlichen.

Längere Wegstrecken dürften zuweilen aber unvermeidbar sein.

Unfallchirurgische Abteilung am LKH Bludenz: rund 44.000 Behandlungen pro Jahr. Täglich von 7 bis 22 Uhr in Betrieb. Schwerstverletzte aus der Region werden gleich nach Feldkirch gebracht, alle anderen Unfallopfer in Bludenz behandelt. Auch nach 22 Uhr steht niemand vor verschlossenen Türen. So soll es bleiben. „Nach der Erstversorgung gilt es zu klären, ob ein Transfer an das Zentrum nach Feldkirch erforderlich ist”, sagt OA Dr. Thomas Bärenzung.

Aufwertung

Er darf zufrieden sein. Denn laut Plan soll seine Abteilung den Status eines Departements erhalten. „Damit wird der Standort gesichert und erheblich aufgewertet”, so Bärenzung. Was auch heißt, dass mehr Personal in Sicht ist. Mindestens drei Fachärzte sind Standard für ein Departement. Derzeit leisten zwei Mediziner die ganze Arbeit.

Nicht mehr so einfach könnte es in Dornbirn und Hohenems laufen. Wer dort nächtens mit Schrammen oder Schmerzen auftaucht, muss künftig wohl ans LKH Bregenz, dem Akutzentrum für das Unterland, ausweichen. Zwar sieht die Studie eine Notversorgung in der Nacht vor. Diese soll aber in erster Linie durch niedergelassene Ärzte erfolgen.

Kostentreiber

Ähnliches gilt für die Rettung. Sie hat den gesetzlichen Auftrag, im Notfall das nächst gelegene Spital anzufahren. Bald könnte es heißen, sie muss den nächst erreichbaren „Versorgungspfeiler” ansteuern. „Der Patient leidet dadurch nicht”, ist Landesrettungskommandant Walter Egender überzeugt. Er befürchtet allerdings, dass zusätzliche Kilometer die Kosten für das Notarztsystem weiter in die Höhe treiben.

Die Konzentration der Nachtambulanzen auf zwei Spitäler rechtfertigt
Gesundheitslandesrat Dr. Hans-Peter Bischof mit „extrem” geringen Fallzahlen. Dafür sei die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Mittlerweile wurde das „Gedankengerüst” zur Umstrukturierung in allen
Krankenhäusern präsentiert. Die Ergebnisse gehen am Montag an den
Lenkungsausschuss. Der Schlussbericht mit den wirtschaftlichen Berechnungen ist für Anfang Dezember geplant.

Öffentliche Diskussion

Die Grünen sind der Meinung, dass es durchaus legitim ist, bei der gegebenen Spitalsdichte genauer hinzuschauen und mögliche Maßnahmen bezüglich Strukturverbesserungen und Vernetzungen zu diskutieren. Bei einem so sensiblen Thema wie dem der medizinischen Versorgung müsse die Auseinandersetzung aber öffentlich mit der Bevölkerung geführt werden.

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