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Partizipation bestimmt unser Leben

Eröffnet wurde die Lange Nacht der Partizipation mit einem Referat von Gerald Häfner.
Eröffnet wurde die Lange Nacht der Partizipation mit einem Referat von Gerald Häfner. ©Laurence Feider/Stadt Dornbirn
In Dornbirn fand die 1. Vorarlberger Lange Nacht der Partizipation statt.
Lange Nacht der Partizipation

Dornbirn. Von Volksschülern die nicht nur mittels Klassen- und Schulrat involviert waren, sondern auch aktiv an der Neugestaltung ihrer Freiräume beteiligt waren, bis zum Feldhotel, das zu einem Raum für den Austausch von Zentrumsideen wurde – die Bandbreite der teilnehmenden Projekte an der 1. Langen Nacht der Partizipation war enorm. Insgesamt 27 innovative Beteiligungs-Projekte wurden am Donnerstag in der FH Vorarlberg vorgestellt.

Ort des Austausches

Nach einem Tiroler Modell wurde die „Lange Nacht der Partizipation“ erstmals in Vorarlberg durchgeführt. Sie sollte „ein Abend, an dem Mitgestaltung im Mittelpunt steht, ein Ort des Kennenlernens, des Austausches und der Inspiration sowie ein Treffpunkt für Menschen, die das Miteinander schätzen“ sein. Und genau das wurde sie auch – 280 Menschen nutzten die Chance sich über erfolgreiche Beteiligungsprojekte zu informieren und sich auszutauschen. „Der Abend war einfach der Hammer“, meinte Koordinator Elmar Luger.

Demokratie als Schlüsselfrage

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten von Landtagspräsident Harald Sonderegger, Bürgermeistern Andrea Kaufmann und dem Rektor der FHV Oskar Müller. Dann folgte eine kurze Projekt-Vorstellungsrunde, bevor der Referent des Abends Dr. Gerald Häfner ans Rednerpult trat. „Die Demokratie ist die wichtigste Frage unserer Zeit, weil sie die Schlüsselfrage für alle anderen Fragen ist“, so eröffnete der Verfassungspolitische Sprecher der Grünen Europafraktion sein Impulsreferat unter dem Titel „Von der Zuschauer zur Teilnehmerdemokratie“. Demokratie müsse sich immer weiterentwickeln um nicht zu sterben. „Nur wählen alleine genügt nicht. Zwischen jeden Wahlen sollte direkte Partizipation stattfinden, denn jeder ist mitverantwortlich für das Gemeinwesen“, betonte Häfner. Vorarlberg sei zwar der Vorreiter in Österreich, dennoch könnten die direkte Demokratie und die Bürgerfreundlichkeit auch hier noch verbessert werden.

Inputs und Anregungen

Im Anschluss an das Impulsreferat konnten die Besucher die verschiedenen Beteiligungsprojekte näher kennen lernen und trafen sich zum Austausch in der Kleingruppe. Es wurden Ideen ausgetauscht und neue Inputs und Anregungen für weitere Projekte mitgenommen werden.

 

Umfrage: Was sagen die Besucher zur 1. Langen Nacht der Partizipation in Vorarlberg?

Martin Hollinetz, Otelo
Die lange Nacht ist echt cool. Partizipation ist für mich nicht nur vorgegebene Ziele zu erreichen, sondern auch neue Ziele zu finden. Ich bin schon an einem neuen Projekt dran, in dem sich hoffentlich auch so viele Leute beteiligen wie heute.

Sonja Donner, FH Dornbirn
Es hat mir sehr gut gefallen. Mir ist es wichtig, dass man vermehrt Migranten animiert zum Mitmachen. Partizipation ist eines der wichtigsten Dinge für mich, denn es muss leben. Ich tue etwas, weil ich teilhabe.

Priska Lobis, Lehrerin Berufsschule
Mir gefällt es richtig gut. Ich habe schon viele neue Ideen, die ich umsetzen möchte. Partizipation ist gerade im Unterricht in dem Fach politische Bildung ein wichtiges Thema. Auf jeden Fall ist es ausbaufähig und man kann noch einiges an Raum schaffen.

Miriam Schaiter, Pädagogin
Der Vortrag und die Projekte waren sehr inspirierend und ich habe sehr viel Neues dazugelernt . Ich hoffe, ich kann dies alles was ich mir vorstelle, auch umsetzen. Partizipation heißt sich auf gleicher Ebene zu begegnen sowie dass jede Stimme zählt und dass jeder gehört und gesehen wird.

Markus Gander, infoclick.ch, Kinder –und Jugendförderung Schweiz
Es war eine fantastische Veranstaltung. Der Referent war sehr interessant und ich habe viele inspirierende Leute kennengelernt. Partizipation hat dann Sinn, wenn es bei dem ankommt, den es betrifft – Wirkung hat sie erst, wenn die Betroffenen mitwirken.

Peter Egg, Erfinder der langen Nacht der Partizipation
Das Format war heute unbeschreiblich gut. Super finde ich, dass man immer die Möglichkeit hat, ins Gespräch zu kommen. Wenn schon nur zwei bis drei Menschen ins Gespräch kommen, geht es immer um Partizipation. Partizipation bestimmt unser Leben und unseren Alltag.

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