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Parmalats Drähte zur deutschen Milchwirtschaft

Zu den vom Zusammenbruch von Parmalat betroffenen Lieferanten gehören neben der NÖM in Österreich auch deutsche Molkereien, die 2002 rund 900.000 Tonnen Milch nach Italien geliefert haben.

Vor allem aus Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg. Bis zu 20 Prozent der nach Italien gelieferten Milch gingen bisher an Parmalat.

Jedoch waren die Lieferungen größtenteils kreditversichert, schreibt das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Zum Parmalat-Konzern selbst gehören in Deutschland nur zwei kleinere Molkereien in Weißenhorn bei Ulm und im brandenburgischen Gransee. Insgesamt beschäftigt Parmalat an diesen Standorten etwa 80 Mitarbeiter.

2002 übernahm Parmalat 25 Prozent der Anteile an der österreichischen Molkerei NÖM AG, um Parmalat-Produkte auch auf dem deutschsprachigen Markt zu vertreiben. Wachstumsmotor der NÖM ist, wie das Blatt schreibt, der Export von Milchmischgetränken nach Deutschland und in elf andere Länder. Vor allem in Deutschland haben die Niederösterreicher damit (unter anderem beim Discounter Aldi) eine bedeutende Stellung errungen.

Rund 50 Mio. von fast 250 Mio. Euro Umsatz mache NÖM als Lieferant von Handelsmarken in Deutschland. Die Österreicher übernahmen auch den Vertrieb weiterer Parmalat-Produkte wie Backwaren und Fruchtsäfte. Nach Deutschland liefert Parmalat auch passierte Tomaten im Tetra-Pak.

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