Parkgebühren: Vereinheitlichung

Bregenz - "Bis Anfang dieses Jahres sollte ein Gesamtkonzept für die Parkplatzbewirtschaftung in Bregenz vorliegen", ärgert sich Stadtrat Ritsch über das Durcheinander bei der Gebührenpflicht.

„Kein Mensch versteht wirklich, warum man am Wochenende und mittags im Zentrum gratis parken darf, wer aber in der Mittagspause oder am Sonntag in den Seeanlagen spazieren gehen will, zahlt einen Euro pro Stunde.“ Unverständlich ist vielen Bregenzbesuchern auch, warum die Stadt Bregenz am Samstag Gratisparkplätze in der Landhausgarage zur Verfügung stellt, während das Parkhaus am Hafen leer steht.

Von SP eingefordert

„Die Parkplatzbewirtschaftung am Festspielparkplatz wurde vor einem Jahr von der SPÖ eingefordert“, wehrt sich Vizebürgermeister Gernot Kiermayr gegen die Vorwürfe der Opposition – Stadtrat Ritsch kontert: „Aber nur während der Aufführungen. Damit sollte ein Regulativ geschaffen werden, damit mehr Festspielbesucher auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und damit die angespannte Verkehrssituation bei der An- und Abfahrt entschärft werden kann. Die durchgehende Bewirtschaftung war ein Kompromiss, der von der ÖVP gewünscht wurde – deshalb haben wir auch bei der gegenständlichen Stadtvertretungssitzung ein neues Gesamtkonzept für Bregenz bis Herbst 2006 gewünscht.“

Situation optimieren

Dass dieses Konzept noch nicht vorliegt, verteidigt der zuständige Beamte, DI Clemens Gössler damit, dass im Zuge des Vorarlberger Verkehrskonzepts auch vorgeschlagen wurde, die Modelle und Strukturen der Parkplatzbewirtschaftung in den Vorarlberger Städten (und Schruns) zu vereinheitlichen. „Heute, Donnerstag, findet eine abschließende Sitzung mit den Verkehrsplanern der Städte statt, deren Ergebnis als Grundlage zu weiteren Beratungen und schließlich zur Optimierung der Situation in Bregenz dienen soll“, so Gössler.

„Von dieser Vereinheitlichung der Parkplatzbewirtschaftung in den Vorarlberger Städten erwarte ich mir einiges. Aber gut Ding braucht eben Weile“, verteidigt Kiermayr die Verzögerung und fügt hinzu: „ Grundsätzlich meine ich, dass in Zeiten des Klimawandels und angesichts der Tatsache, dass der motorisierte Individualverkehr für einen Großteil der CO-2-Emissionen verantwortlich ist, alle Schritte unternommen werden sollten, um ein Umsteigen auf andere Verkehrsmittel zu fördern. Dazu zählt natürlich auch die Parkplatzbewirtschaftung. Wer mit dem Stadtbus fährt, sollte nicht mehr bezahlen müssen als jemand, der das Auto benützt.“

Auslastung verbessern

Die Landhausgarage sieht Kiermayr nicht als Konkurrenz zur Tiefgarage am Hafen, „da es sich um zwei unterschiedliche Zufahrten in die Stadt handelt.“ Michael Ritsch hingegen würde „jede Aktion, die hilft, die Garage am Hafen zu füllen, begrüßen“ – etwa auch, dass man dort ebenfalls Gratisparkplätze am Samstag anbietet, „denn die Auslastung ist nur marginal, kein Wunder, wenn man in der ganzen Stadt, ausgenommen vor dem Festspielhaus und im Millionenloch am Hafern gratis parken kann.“

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