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Paraguay: Opferzahl bei Supermarktbrand steigt

Mehr als 24 Stunden nach dem Feuerinferno in einem Einkaufszentrum in Paraguay ist die Zahl der Todesopfer einem Fernsehbericht zufolge auf 364 gestiegen.

Der Fernsehsender Kanal 4 Telefuturo berief sich am Montag auf Kreise des Innenministeriums in Asuncion. 524 Menschen seien verletzt worden, fast doppelt so viele wie bis dahin von den Behörden angegeben. Von offizieller Seite gab es zunächst keine Stellungnahme dazu. Nach Behördenangaben kamen am Sonntag mindestens 318 Menschen in den Flammen um.

Ermittler suchten unterdessen in den verkohlten Trümmern des Supermarkts Ycua Bolanos nach Hinweisen auf die Brandursache. Erste Hinweise deuteten auf eine Gasexplosion. Brisant und für die inhaftierten Besitzer – Vater und Sohn – strafrechtlich relevant war darüber hinaus die Frage, ob das Sicherheitspersonal die Türen vorsätzlich verriegelte, um Plünderungen zu vermeiden.

Einer von beiden, Juan Pio Paiva, wies das nachdrücklich zurück. „Die Wachmänner haben bestätigt, dass sie die Türen nicht abgesperrt haben“, sagte er. Generalstaatsanwalt Oscar Latorre rief Überlebende der Katastrophe auf, Aussagen zu machen. Eine Augenzeugin, Liliana Hernandez, sagte, Feuerwehrleute hätten von ihrem Haus aus eine Mauer zum Supermarkt durchbrochen, weil sie anders nicht hineingekommen wären.

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