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Papstbesuch: Nur 427 Ländle-Pilger

Schwarzach - Das Gros der österreichischen Pilger beim Papst-Besuch in Mariazell kommt aus der Steiermark: Rund 7.500 Gläubige werden am Samstag mit einer Platzkarte dabei sein.

Den zweiten Platz belegt die Erzdiözese Wien mit rund 7.100 Pilgern, den dritten mit rund 4.000 die Diözese St.Pölten. Am wenigsten zum Papst-schauen kommen erwartungsgemäß aus Vorarlberg mit 427 Papst-Fans.

Bei der Messe im obersteirischen Gnadenort werden rund 33.000 Pilger erwartet, ebenso viele Zählkarten wurden vergeben. Die Steirerinnen und Steirer dürften damit knapp ein Viertel aller Besucher stellen – beim „Heimspiel“ im Wallfahrtsort vor der Haustür aber kein Wunder. Angereist kommen sie in rund 130 Bussen – und auch zu Fuß und das schon seit Tagen und bei zumindest seit Dienstagabend widrigem Wetter. Die Besucher kämen aus allen Pfarrsprengeln der Grünen Mark, keine Gemeinde habe dabei eine ungewöhnlich hohe Teilnehmerzahl, erläuterte Thomas Bäckenberger von der Pressestelle der Diözese Graz-Seckau am Donnerstag.

Die rund 7.100 Pilger aus Wien für den Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. in Mariazell überraschen kaum: „Das ist in etwa die Erwartung, die man hatte“, meinte der bei der Erzdiözese Wien für den Papstbesuch zuständige Johannes Pesl. Demnach hätten sich auch nicht mehr Pilger als prognostiziert gemeldet. Auch in der Diözese St. Pölten ist man mit den mehr als 4.000 Anmeldungen zufrieden. Es gebe nun keine Zählkarten mehr für Pilger, es sei denn, jemand gebe seine Karte wieder retour, sagte der Pressereferent der Diözese St. Pölten, Hans Pflügl. „Die Zählkarten sind vor allem in den vergangenen Tagen wie die warmen Semmeln weggegangen.“

In der Diözese Linz weiß man von an die 50 Autobussen, die mit Gläubigen zur Papstmesse am Samstag, dem 8. September nach Mariazell fahren werden. Das entspricht ungefähr 2.500 Personen. Zu dem Gottesdienst sind besonders Pfarrgemeinderäte eingeladen, aus Oberösterreich werden es rund 800 sein. Dazu kommen noch mehrere hundert Menschen, die zu Fuß, per Fahrrad oder mit anderen Fortbewegungsmitteln in den Wallfahrtsort unterwegs sind. Die ersten Busse mit Gläubigen – aus dem Bezirk Braunau am Inn – werden bereits um 01.00 Uhr früh aufbrechen, um rechtzeitig einzutreffen. Über die Teilnahme von Oberösterreichern an der Messe am Sonntag in Wien liegen keine Zahlen vor. Denn dorthin sind keine Fahrten mit Anmeldung organisiert worden. Es ist aber auch dabei mit einer starken Beteiligung aus Oberösterreich zu rechnen.

Rund 1.500 Pilger werden von Salzburg aus zu Papst Benedikt XVI. nach Mariazell fahren, wie der Koordinator der Erzdiözese Wolfgang Müller schilderte. 75 davon kommen aus Bayern, aus Marktl am Inn, wo Josef Ratzinger geboren wurde, ist aber niemand dabei. 41 Pilger der Erzdiözese sind schon seit einiger Zeit unterwegs, weil sie den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Der Rest reist mit dem Bus an. Von Salzburg aus organisiert wurde der Schlussteil des Gottesdienstes, bei dem 20 Pfarrgemeinderäte (je zwei aus den neuen Diözesen und aus der Militärdiözese) vom Papst geehrt werden.

Aus dem Burgenland haben sich laut Angaben der Diözese Eisenstadt rund 1.500 Teilnehmer zu den Feierlichkeiten in Mariazell angemeldet. Er erwarte sich, dass die Begegnung mit dem Papst, sein Wort und die Wallfahrt nach Mariazell einen anhaltenden Impuls für die Teilnehmer an diesem Fest bringen werde, so Diözesanbischof Paul Iby: „Für uns Christen steht nicht ein Event im Vordergrund, sondern eine Begegnung im Glauben.“ Auch aus der Diözese Gurk-Klagenfurt sind rund 1.500 angemeldet.

Nach Angaben der Diözese Innsbruck reisen etwa 800 Gläubige aus Tirol zum Heiligen Vater. Der Großteil ist in dem von der Diözese organisierten Sonderzug dabei, der von Landeck aus in Richtung Osten startet. Der „Rest“ habe sich in Bussen oder Fahrgemeinschaften organisiert.

Trotz der kleinen Vorarlberger Pilgerzahl ist laut Anita Abfalterer vom Reisedienst Feldkircher Pilgerfahrten die Vorfreude bei den Gläubigen groß. „Die Pilger sind alle ganz begeistert“, so die Organisatorin. Freitag früh starten die Wallfahrer in acht Bussen ihre Fahrt in Richtung Steiermark.

Weiters werden auch Pilger aus dem Ausland erwartet. Mit mehr als 1.000 Gläubigen wird die Slowakei beim Papstbesuch in Mariazell die größte ausländische Pilgergruppe stellen. Die Wallfahrer werden in 23 Autobussen nach Mariazell anreisen. Die zweitstärkste Gruppe von ausländischen Pilgern kommt aus Ungarn. Rund 1.000 ungarische Pilger werden bei der Festmesse mit Benedikt XVI. am Samstag dabei sein. Aus Bayern kommen 350 Menschen, aus Oberitalien (Südtirol, Friaul) 300 Wallfahrer.

Der Gottesdienst mit Benedikt XVI. wird die größte Feier sein, die je rund um die Mariazeller Basilika stattgefunden hat. 1983 beim Besuch von Johannes Paul II. feierten 18.000 Gläubige vor der Basilika, 1990 bei der großen Dankwallfahrt nach dem Fall des „Eisernen Vorhanges“ waren es rund 20.000.

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