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Papst lehnt Rücktritt des deutschen Kardinals Marx ab

Marx wollte "Mitverantwortung" übernehmen
Marx wollte "Mitverantwortung" übernehmen ©APA/dpa
Papst Franziskus hat den Rücktritt des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, abgelehnt. Das schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem vom Heiligen Stuhl am Donnerstag veröffentlichten Brief. Der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass er den Papst um seine Entlassung gebeten habe. Er wolle damit "Mitverantwortung" für die "Katastrophe des sexuellen Missbrauchs" übernehmen.

Der 67-jährige Marx, der nach viel öffentlicher Kritik wegen der auch im Erzbistum München noch nicht abgeschlossenen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals im April auf die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes durch den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verzichtet hatte, erklärte, er wolle durch seinen Rückzug ganz bewusst auch ein Zeichen für "einen neuen Aufbruch der Kirche" setzen. Diese müsse sich grundlegend erneuern und reformieren.

Marx ist nicht nur einer der prominentesten katholischen Geistlichen in Deutschland, sondern auch ein enger Berater des Papstes.

(APA/dpa)

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