Papageno da, Papageno dort …

Die Königin der Nacht auf der Mondsichel.
Die Königin der Nacht auf der Mondsichel. ©Veranstalter/TaS

Eine zauberhafte “Zauberflöte” der besonderen Art im Theater am Saumarkt.

Feldkirch. Vor acht Jahren gründeten zwei kulturbegeisterte Damen im Vorarlberger Walgau das Figurentheater “Il Segreto di Pulcinella”. Die Puppenspielerinnen Saskia Vallazza aus dem Trentino und Sabine Hennig aus Deutschland haben seither vor allem Kinder und Jugendliche mit ihren fantasievoll und graziös gestalteten Stücken begeistert. Eine Produktion galt Mozarts von allen Altersgruppen stets heiß geliebter “Zauberflöte”; sie entstand 2005 unter Mitarbeit von Brigitte Walk als Schattenspiel und Schauspiel (Inszenierung und Spiel: Saskia Vallazza und Sabine Hennig, Figuren: Saskia).
Und just am Samstag, da in Bregenz Papageno das letzte Mal in der Landestheater/SOV-Produktion der “Zauberflöte” am Kornmarkt seine Papagena (die beliebte Vorarlberger Sängerin Christine Schneider) bekam, führten Saskia und Sabine auf er Bühne des TaS ihre zauberhafte Version des Mozart´schen Meisterwerks auf. Papageno da, Papageno dort…

Schaulust pur…

Auf der TaS-Bühne steht eine große Leinwand. Dahinter versteckt sich neben Saskia und Sabine ein wahrer Zauberladen an Requisiten, Figürchen, Lampen etc. – einen Blick darauf gab´s aber erst nach der Vorstellung. Saskia und Sabine, als Papageno und Papagena mit hübschem Outfit, treten zuerst und immer wieder neben der Leinwand als Erzählerinnen der “Zauberflöten”-Geschichte auf die Bühne. Und dann visualisieren erzählend die beiden Künstlerinnen hinter der Leinwand mit viel Charme, herrlichen Einfällen und Gags, untermalt natürlich von wesentlicher Mozart-Musik, das Geschick von Tamino und Pamina, Papageno und Papagena, der Königin der Nacht, von Sarastro, Monostatos u. Co…
Die fragilen Figuren bestehen aus dünnem Draht für die Konturen, dieser wird mit einer Plastikfolie bespannt und bemalt oder mit Stoff bezogen. Vier Hände bewegen nun die Figuren (teils an dünnen Stäben), hauptsächlich sorgen auch die bewegten farbigen Lampen im Wechselspiel von Licht, Farben und Schatten für Schaulust pur.
Sehr prägnant etwa der Drache mit den drei Damen, die auf der Mondsichel thronende Königin der Nacht, die drei Knaben in ihren Luftballonschiffchen, die kleinen Papagenos/as usf. Manche Szene erinnerte an Giorgio Strehlers berühmte Schattenriss-Inszenierung von Mozarts “Entführung” bei den Salzburger Festspielen 1965. Das vornehmlich jugendliche Publikum war von dieser köstlichen, originellen “Zauberflöte” (made im Ländle!) “cool” begeistert.

Sehr gut geeignet für Schulen.
Kontakt: Sabine Hennig, Tel. 0650/225 18 56;
E-Mail: sabine.hennig@aon.at

 

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