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Pakistans Fundamentalisten gewinnen

Bei den Wahlen 1997 hatten die damals zersplitterten Islamisten nur insgesamt vier Sitze errungen. Die Mandate kamen aus den an Afghanistan grenzenden Provinzen.

Die Mandate kamen diesmal alle aus den an Afghanistan grenzenden Provinzen, wo die Islamisten nach dem von Militärmachthaber Pervez Musharraf unterstützten Afghanistan-Krieg von US-feindlichen Stimmungen profitieren konnten. Auch der inhaftierte Anführer der seit Jänner verbotenen Extremistengruppe Sipah-e-Sahaba, Maulana Azam Tariq, errang als einer von mehreren parteilosen Bewerbern ein Mandat.

Bei Gewalttaten am Rande der ersten Wahl seit dem Militärputsch Musharrafs vor drei Jahren waren sieben Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt worden. Beobachter sprachen dennoch von einem relativ ruhigen Tag, weil noch weitaus blutigere Anschläge befürchtet worden waren. Von den 72 Millionen Pakistani gingen laut der Nachrichtenagentur APP nur 36 Prozent zu den Urnen.

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