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Pakistan will Entschuldigung vom Papst

Die Kontroverse um die Papst-Äußerung zum Islam dauert an. Pakistans Präsident Pervez Musharraf nannte die Worte des Kirchenoberhaupts am Mittwoch in New York "absolut unverantwortlich".

Er verlangte eine volle Entschuldigung von Benedikt XVI. „Er muss sich für das entschuldigen, was er gesagt hat, nicht für die Unruhen, die seine Worte heraufbeschworen haben“, sagte Musharraf am Rande der UN-Vollversammlung. Tausende Palästinenser protestierten am Donnerstag in Ramallah gegen die Papst-Äußerung zum Islam. Moslemische Truppen würden Rom erobern und zerstören, rief ein Sprecher vor wütenden Anhängern.

Der Papst hatte in einer Vorlesung in Regensburg am 12. September nach eigenen Worten deutlich machen wollen, dass nicht Religion und Gewalt, sondern Religion und Vernunft zusammengehören. Benedikt bedauerte inzwischen, dass er missverstanden worden sei. Er hatte einen byzantinischen Kaiser aus dem 14. Jahrhundert mit den Worten zitiert, der Prophet Mohammed habe nur „Schlechtes und Inhumanes“ gebracht, weil er den Glauben mit dem Schwert verbreiten lassen wollte.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton kritisierte die Verwendung des Zitats. Benedikt habe damit den Einfluss moderater muslimischer Geistlicher untergraben, die versuchten, ihre Religion von fanatischen Islamisten „zurückzuerobern“, sagte er am Mittwoch in einem Interview des Senders CNN. „Jeder von uns, der solche Bemerkungen macht, vor allem jemand in einer so erhabenen Position wie der Papst“, erschwere die Aufgabe der Moderaten in der moslemischen Welt, sagte Clinton. Sein Nachfolger George W. Bush brachte die Papst-Äußerung in einem CNN-Interview mit dem „Kampf für Zivilisation“ in Verbindung. Bush hat mit diesem Ausdruck wiederholt den Krieg gegen den Terrorismus charakterisiert.

Der italienische EU-Justizkommissar Franco Frattini wies am Donnerstag bei einem europäischen Ministertreffen im finnischen Tampere die Kritik am Papst zurück. Die EU sollte gemeinsam die Botschaft der Toleranz des Papstes verteidigen, forderte er.

Der Trierer Bischof Reinhard Marx forderte die Vertreter von Christentum und Islam auf, Brücken zwischen den Religionen zu bauen. In einem Gespräch mit dem Saarländischen Rundfunk (SR) verlangte er auch von muslimischen Ländern mehr Toleranz Christen gegenüber. Er sei „fast entsetzt“ darüber, wie sogar manche gemäßigte moslemische Führer auf die Äußerung reagierten. „Eine bewusste Missinterpretation eines Zitates ist kein guter Ausgangspunkt für einen Dialog“, sagte der Bischof.

Hunderte Menschen nahmen am Donnerstag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an der Beerdigung der in Somalia ermordeten Nonne Leonella Sgorbati teil. Der Leichnam der italienischen Ordensschwester wurde gemäß ihrem Wunsch in Kenia beigesetzt, wo sie vor ihrem Einsatz in Somalia mehr als 30 Jahre lang gearbeitet hatte. Zwei Männer hatten die 65-Jährige und ihren Leibwächter am Sonntag in einem Krankenhaus der somalischen Hauptstadt Mogadischu erschossen. „Ungeachtet dieses traurigen Vorfalls werden wir nach Somalia zurückkehren, um unsere Arbeit und die Hilfe für die Bevölkerung fortzusetzen“, sagte eine Kollegin der Verstorbenen, Schwester Gianna Irene Peano. Schwester Leonella habe ihren Mördern kurz vor ihrem Tod vergeben.

Die Ermordung der Nonne ereignete sich wenige Tage, nachdem Papst Benedikt XVI. mit Äußerungen über den Islam in weiten Teilen der islamischen Welt Empörung ausgelöst hatte. Die Islamisten, die Mogadischu und große Teile Somalias unter ihrer Kontrolle haben, verurteilten die Tötung der Ordensschwester.

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