Pakistan: Gegen Schuldzuweisung

Nach den Bombenanschlägen im indischen Bombay hat sich das Nachbarland Pakistan gegen Schuldzuweisungen verwahrt. Die Polizei setzt die Fahndung nach den Attentätern fort.

„Es sollte keine automatische Reaktion geben, dass alles, was in Indien passiert, aus Pakistan kommt“, sagte der pakistanische Außenminister Khurshid Kasuri am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Nachrichtensender CNN. Die indischen Behörden hatten nach den Anschlägen pakistanische Extremisten hinter den Attentaten vermutet. Die Regierung hatte sich zunächst aber mit Beschuldigungen zurückgehalten und nur von einer Tat von „Terroristen“ gesprochen.

Ein Sprecher des indischen Außenministeriums stellte aber am Mittwochabend eine indirekte Beziehung zwischen den Anschlägen und dem Nachbarland her. Moslemische Extremisten setzten ihre Aktionen von Pakistan aus fort, obwohl die Regierung in Islamabad zugesagt habe, das pakistanische Territorium nicht mehr als Ausgangspunkt für Anschläge missbrauchen zu lassen. „Wir rufen Pakistan dazu auf, die terroristische Infrastruktur auf ihrem Gebiet zu zerschlagen.“

Die indische Polizei setzte am Donnerstag ihre Suche nach den Attentätern fort. Zunächst sei aber niemand im Zusammenhang mit den Anschlägen festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Allerdings nahm die Polizei zahlreiche Menschen fest, die sich auf einer Liste von „Unruhestiftern“ befinden. Damit solle vor allem religiösen Zusammenstößen zwischen Hindus und Moslems vorgebeugt werden, hieß es. Bei der Serie vom Bombenanschlägen in Bombay waren mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen, 800 weitere wurden verletzt.

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