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Pakistan: Erneut gewaltsame Proteste

Bei gewalttätigen Protesten gegen die Veröffentlichung der Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen sind in Pakistan am Mittwoch mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Dutzende wurden verletzt. Mehr als 5000 Demonstranten zogen nach Angaben der Polizei durch die nahe der afghanischen Grenze gelegene Stadt Peshawar und griffen ausländische Ziele an.

Aufgebrachte Muslime setzten eine Filiale der US-Schnellimbisskette „Kentucky Fried Chicken“, zwei Kinos und zahlreiche Autos in Brand. Demonstranten errichteten Straßensperren aus brennenden Reifen, der Verkehr in der Stadt kam weitgehend zum Erliegen. Unter den Toten war nach Krankenhausangaben auch ein achtjähriges Kind, das von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde.

Rund 200 Menschen stürmten nach Angaben von Augenzeugen das US-Schnellrestaurant und das benachbarte Büro des Mobilfunkunternehmens Mobilink. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Laut Polizeiangaben stand das Restaurant in Flammen. In einem anderen Teil der Stadt attackierten rund 500 Demonstranten den zentralen Autobusbahnhof und beschädigten mehrere Fahrzeuge. Bereits am Dienstag waren bei Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen in der ostpakistanischen Stadt Lahore zwei Demonstranten erschossen worden.

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