Pakistan: „Eiserne Hand“ gegen Terror

Nach der Festnahme von fünf weiteren mutmaßlichen El-Kaida-Mitgliedern will Pakistan den Anti-Terror-Kampf „mit eiserner Hand“ fortsetzen.

„Unsere Regierung ist entschlossen, hart gegen die Wurzeln des Terrorismus’ zuzuschlagen“, sagte der neue pakistanische Premierminister Chaudhry Shujaat Hussein am Donnerstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Diese Menschen haben weder Religion noch moralischen Werte, wir müssen sie mit eiserner Hand behandeln.“

Hussein sagte, die Verfolgung von El-Kaida-Mitgliedern und ihrer pakistanischen Unterstützer bedeute eine große Herausforderung für Pakistan. Es sei das Bestreben der Regierung, dafür alle politischen Kräfte an Bord zu holen. Informationsminister Sheikh Rashid Ahmed sagte, zu den fünf Festnahmen sei es bei Razzien in verschiedenen Landesteilen gekommen. Die Gefangenen würden derzeit befragt. Angaben zu ihren Namen und ihrer Nationalität wollte er nicht machen.

Bei den jüngsten pakistanischen Anti-Terror-Operationen wurden mindestens 20 mutmaßliche El-Kaida-Terroristen festgenommen. Vor Kurzem war den Fahndern mit der Festnahme von Ahmed Khalfan Ghailani ein spektakulärer Schlag gelungen. Er soll eine Schlüsselrolle bei den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi und Dar-es-Salam vor knapp sechs Jahren gespielt haben. Ghailani stand auf der Liste der 22 meistgesuchten Terroristen der US-Bundespolizei FBI.

Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terrorismus. Pakistans Präsident Pervez Musharraf steht deswegen unter massiver Kritik der Fundamentalisten im Land. Auf sein Leben wurden mindestens drei Anschläge verübt. Pakistanische Behörden haben bisher mehr als 500 El-Kaida-Verdächtige festgenommen, darunter auch die Nummer drei des Terrornetzwerks, Khalid Sheikh Mohammad. El-Kaida-Chef Osama bin Laden und Taliban-Führer Mullah Omar werden im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet vermutet.

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