Pahor zu Gazprom-Chef: "EU ist kein Schiedsrichter"

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Der slowenische Regierungschef Borut Pahor hat gegenüber Gazprom-Chef Alexei Miller klargestellt, dass die EU-Staaten im aktuellen russisch-ukrainischen Gaskonflikt "nicht Schiedsrichter spielen können".

Wie Wirtschaftsminister Matej Lahovnik nach einem Treffen mit Miller am Freitag in Ljubljana sagte, sei Slowenien “unzufrieden” mit den Störungen in den russischen Gaslieferungen. Es könne nicht sein, dass die EU-Staaten von den beiden Streitparteien als Geiseln genommen werden, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Freitag.

“Wir erwarten, dass die Gaslieferungen so schnell wie möglich ohne Störungen wieder aufgenommen werden”, sagte Lahovnik. Über mögliche Klagen wegen des Stopps der Gaslieferungen sei nicht gesprochen worden. Slowenien bezieht mehr als die Hälfte seines Gases aus Russland.

Ljubljana lerne aus dem jetzigen Konflikt, dass man die Abhängigkeit nur von einer Energiequelle reduzieren müsse. Slowenien befürworte daher sowohl den Bau der von Russland und Italien getragenen Pipeline “South Stream” als auch des Konkurrenzprojekts “Nabucco”, in dem die OMV eine führende Rolle spielt.

Ungeachtet der Differenzen im Gaskonflikt vereinbarte die slowenische Regierungsspitze mit Gazprom, die Verhandlungen über eine Beteiligung Sloweniens am Bau der Gaspipeline “South Stream” zu intensivieren. Es gebe zwar noch einige offene Fragen, “aber wir bemühen uns, Lösungen in beiderseitigem Interesse zu finden”, sagte Lahovnik. Die Gespräche sollen “beschleunigt” geführt werden, es sei aber unklar, ob es zu einem positiven Abschluss kommen werde.

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