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Osterpredigt: "Gespür für Auferstehung entwickeln"

©VMH/Riethbaum
Feldkirch - Von einer "Kultivierung der Kräfte" hat Bischof Elmar Fischer in seiner Predigt zum Ostersonntag im Feldkircher Dom gesprochen. Der Vorarlberger Diözesanbischof verwies dabei auf die Lernfähigkeit jedes Menschen von seiner Geburt an.

“Für die Apostel und die Jünger Jesu” sei die Auferstehung ein verwirrendes Ereignis gewesen – und “erst durch die Geistsendung kamen sie zu ihrer festen Überzeugung”, so Fischer. Der Mensch müsse seine Kräfte immer ihrem Sinn entsprechend entfalten: Ein Kind lerne Ordnung, ein Schüler das Nutzen seiner Verstandeskräfte. “Wir alle sollen kultivierte Menschen werden.”

Und weiter sagte der Bischof: “Wenn wir diese Vorgänge der Kräftekultivierung im Geist und nach den Vorgaben Jesu vollziehen, dann wird uns dies Auftrieb schenken, unser innerer Mensch wird aufgerichtet, es regt sich Selbstwert und Selbstvertrauen, Zuversicht, Freude. So meldet sich die größere Nähe zu Gott, sie wird deutlich. Im Glauben dürfen wir wissen, dies ist ein erstes Spüren von Auferstehung.” Der “neue Mensch”entfalte sein Leben in uns, zitierte Fischer aus dem Epheserbrief (4,24).

Auch im Vorarlberger “KirchenBlatt” nahm der passionierte Tourengeher Fischer in seinem Ostergruß (“Wälze den Stein”) auf das höchste kirchliche Fest Bezug. Beim Wandern durch die Berge könne man das Wunder sehen. Inmitten felsiger Wände, zwischen Schiefergestein, bahnten sich gelbe Blüten ihren Weg an die Sonne. Unscheinbar und doch kräftiges Zeichen des Protests gegen den Tod und die Unwirtlichkeit der Bedingungen. Blüten würden zum Sinnbild der Auferstehung.

“Gott schenkt Leben, wo der Mensch denkt, dass nichts entstehen kann. Das Licht der Auferstehung macht alles Dunkle hell, sprengt alle unsere vorstellbaren Grenzen, Steine werden weggewälzt wie Papier.” Ostern führe in die Weite des Lebens in vollkommener Fülle. An manchen Tagen wiege unser Leben schwer, wie ein Felsbrocken auf der Brust. “Geh in dein eigenes Herz und wälze den Stein von der Türe des Grabesdunkeln: Du selbst musst auferstehen”, zitierte der Bischof Gertrud von Le Fort.

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