Orthodoxe feiern Epiphania mit Sprung ins kalte Wasser

Böse Dämonen sollen vertrieben werden
Böse Dämonen sollen vertrieben werden ©APA/AFP/Archiv
Orthodoxe Christen in Griechenland und Zypern haben am Donnerstag die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer und die Erscheinung des Heiligen Geistes (Epiphania) mit Sprüngen ins kalte Wasser gefeiert. In den größeren Städten wie in Piräus war die Teilnahme von Gläubigen wegen der Corona-Pandemie stark eingeschränkt, wie das Staatsfernsehen berichtete. Die Taufe Jesu wird mit dem Wurf eines Kreuzes ins Wasser durch Priester der Gemeinden symbolisiert.

Mit diesem Ritus sollen nach dem Volksglauben auch böse Dämonen vertrieben werden. Zahlreiche Menschen sprangen in Hafenbecken oder Seen mit dem Ziel, das Kreuz zu finden. Wer es als Erster findet, soll dem Glauben nach im neuen Jahr bessere Chancen auf Glück und Gesundheit haben.

Auch in Bulgarien wurde die Taufe Jesu mit den traditionellen Sprüngen ins Wasser gefeiert. Bei frühlingshaft mildem Wetter hüpften landesweit Männer in Flüsse und Seen. Vielerorts wurde die religiöse Feier zum Volksfest. Maskenpflicht oder Abstandsregeln wurden oft nicht berücksichtigt. Bulgariens Kirchen sind seit Beginn der Pandemie unter Einhaltung der Corona-Vorschriften geöffnet. In der Hauptstadt Sofia wurden die Kriegsfahnen der bulgarischen Armee im Beisein von Staatschef Rumen Radew gesegnet. Dieser Brauch geht auf König Simeon den Großen und seinen Sieg bei der Schlacht gegen die byzantinische Armee im Jahr 917 zurück.

Mehrere orthodoxe Kirchen feiern wie Katholiken und Protestanten schon am 25. Dezember Weihnachten. Das sind die orthodoxen Kirchen von Konstantinopel, Antiochien, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Albanien und Finnland. Daher wird Epiphania in diesen Ländern am 6. Jänner zelebriert. Die russisch-orthodoxen Kirchen feiern Weihnachten hingegen am 7. Jänner.

(APA/dpa)

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