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Opposition in Simbabwe beklagt erneute Gewalt

Trotz der Bemühungen um eine Einheitsregierung in Simbabwe ist offenbar die Gewalt gegen Anhänger der Opposition wieder aufgeflammt. Die Regierungspartei ZANU-PF von Präsident Mugabe habe in den vergangenen zwei Wochen erneute Angriffe auf Unterstützer der oppositionellen Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC) forciert, erklärte MDC-Sprecher Nelson Chamisa am Donnerstag.

“Die ZANU-PF hat eine neue Orgie der Brutalität und der Übergriffe im ganzen Land entfesselt.” Dies habe die Gespräche über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit trotz aller Hoffnungen und Erwartungen des Volks “getötet”.

“Es ist offenkundig, dass die ZANU-PF dem Dialog ein Ende gemacht hat”, erklärte Chamisa. Als Beispiel für die Gewalt nannte die MDC in ihrer Erklärung einen Übergriff von ZANU-PF-Milizen auf 25 ihrer Anhänger in der Hauptstadt Harare am 27. Oktober. Drei Tage später hätten Sicherheitskräfte das Haus eines örtlichen MDC-Chefs in Banket gestürmt und neun Menschen festgenommen, darunter auch ein zweijähriges Mädchen. Auch sind nach MDC-Angaben weiterhin über hundert Anhänger der Opposition im Gefängnis, nachdem sie sich Ende Oktober an einer Demonstration beteiligt hatten.

Am Sonntag wollen die Staats- und Regierungschefs der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) bei einem Gipfel über die Krise in Simbabwe sprechen. Dabei sollen Möglichkeiten zur Rettung des von Mugabe und MDC-Chef Tsvangirai unterzeichneten Abkommens über die Machtteilung erörtert werden. Tsvangirai habe auch weiterhin die Absicht zu dem Treffen nach Südafrika zu reisen, sagte Chamisa der Nachrichtenagentur AFP. Jedoch müsse die ZANU-PF ehrlich sein und öffentlich sagen, dass sie diese Gespräche nicht mehr länger wolle.

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