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Opposition fordert Volksbefragung - Gemeinsamer Antrag von „Bregenz denkt“ und SPÖ in der Stadtvertretung.

Bregenz - „Fahnenrondell oder Betonpergola“, das ist die Frage, die Stadtvertreter Karl-Heinz Marent geklärt haben möchte. Dazu am besten geeignet scheint ihm das Instrument einer Volksbefragung.

„Das Hafengelände am Bregenzer Schifffahrtshafen steht – zum Bedauern vieler Bregenzer – nicht im Eigentum der Landeshauptstadt Bregenz, wie es sein hätte können, hätte die Stadt Bregenz umsichtiger gehandelt“, schreibt er dem Bregenzer Bürgermeister. Und weiter: „Eine Befragung der Bevölkerung auf jene Weise, wie es beim Festspielplatz geschehen ist, wird dem Thema nicht gerecht.“ Eine Meinung, der sich auch die SPÖ-Fraktion vollinhaltlich anschließt. „Wir sehen Seestadtareal, Hafen und Neugestaltung der Pipeline als Einheit – es ist uns unerklärlich, warum jedes dieser großen, für die Zukunft der Stadt so bedeutenden Planungsverfahren getrennt behandelt wird“, meint Fraktionsobfrau Alexandra König im Gespräch mit der „VN“-Heimat und schneidet dabei auch die noch ungeklärte Frage des Zugangs zum neuen Hafen an. „Der Neubau des Landesmuseums und die Neugestaltung des Kornmarktplatzes eröffnet die Möglichkeit einer Rampe unter Stadtstraße und Bahn – aber dieser Gedanke ist weder in die Hafengestaltung noch in die Planung des Kornmarktplatzes bzw. der Rathausstraße eingeflossen. Mir fehlt da die gesamtheitliche Sichtweise.“ Wenn Bürgermeister Linhart überzeugt ist, richtig zu handeln, kann er eine Volksbefragung zu diesem heiklen Thema nicht ablehnen“, sind sich König und Marent einig.

„Sensibler Ort“

„Es gibt aus meiner Sicht keinen sensibleren Ort als den Bregenzer Hafen“, antwortet Linhart, „deshalb ist mir die Meinung und die Einbeziehung der Bevölkerung wichtig. Das vorgestellte Projekt ist das Siegerprojekt eines Wettbewerbes. Dieser Wettbewerb ist auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie ausgeschrieben worden, zu der die Meinung der Bürger eingeholt worden war. Jetzt geht es darum, dieses Projekt weiter zu entwickeln, zu verfeinern und die Meinungen sowie Anregungen der Bevölkerung gemeinsam mit den Architekten einzuarbeiten. Wir stehen mitten in einem Bürgerbeteiligungsverfahren, das jetzt in die zweite Phase geht. Ob in dieser Phase eine Volksbefragung richtig und sinnvoll ist, bezweifle ich.“

BU: Wie auf dieser Grafik könnte der neue Hafen aussehen

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