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Opernfest mit Figaro und Co.

Turbulente Szene aus dem erfolgreichen "Figaro”
Turbulente Szene aus dem erfolgreichen "Figaro” ©Werdenberger Schloss-Festspiele

Die Werdenberger Schloss-Festspiele begeisterten heuer mit der berühmten Mozart-Oper.

Buchs/Werdenberg. Alle zwei Jahre präsentieren die schon längst renommierten Werdenberger Schloss-Festspiele auf der Bühne im Vorhof des Schlosses ein bekanntes Meisterwerk der Opernliteratur. Es sei nur etwa an “Carmen”, den “Freischütz” oder “Tosca” erinnert. Im Spieljahr 2010 wagte man sich nun an die ebenso berühmte wie auch meisterhaft-anspruchsvolle Oper “Die Hochzeit des Figaro” von W. A. Mozart heran. Um es gleich vorwegzunehmen – mit zu Recht größtem Erfolg!

Opernglanz ohne Makel

Die 1786 in Wien uraufgeführte Oper “Die Hochzeit des Figaro” mit dem Text von Lorenzo da Ponte und der Musik von W. A. Mozart versammelte in Werdenberg eine hervorragende Künstlerschar. Die von da Ponte raffiniert gestrickten Turbulenzen rund um das ominöse “Recht der ersten Nacht” des Grafen Almaviva auf das Kammermädchen Susanna und die empörte Reaktion beim Bräutigam, dem gräflichen Kammerdieners Figaro, wurden vom gesamten Ensemble mit einer Spiellaune sondergleichen zelebriert – eingebettet in die genialen Einfälle Mozarts, der ja jeder Figur deren ganz individuelles musikalisches Leben eingehaucht hat.

Prächtige Singschauspieler

Maestro Günther Simonott, der profunde Kenner und Liebhaber eines Mozart, der noch den klassischen Atem besitzt, führte die erstklassig musizierende Sinfonietta Vorarlberg und den von William Maxfield einstudierten exakten Festspielchor sowie die stimmlich reifen Solisten souverän ins Mozart-Elysium: Riccardo Di Francesco als leichtfüßig-quirliger Figaro, Renate Fankhauser als sein vif-spitzbübisches Bräutlein Susanna, Silvie Bendova als sanft leidende Opern.-Diva (Gräfin), Hermann Kiebacher als sympathischer Macho-Graf Almaviva, Maria Victoria Haas als stürmisch liebender Cherubino, Hans Reiner als köstliche Gärtner-Type Antonio sowie Barbara Camenzind, Christian Wiestner, Stefan A. Rankl und Anna Gschwend. Der Einfall von Regisseurin Barbara Klimo und Bühnenbildnerin/Kostüme Veronika Stemberger, den Bühnenboden als Schachbrett zu gestalten, auf dem die Protagonisten im ersten und zweiten Akt stets die einzelnen Figuren verschieben (Menschen sind für die Obrigkeiten nur Spielzeug…), ist originell, wurde aber überstrapaziert. Die Damenkostüme mit ihren parodierten “Reifröcken” waren ein lustiger Blickfang…

Weitere Aufführungen noch am 27. und 28. August 2010, 19.30 Uhr.
Karten: www.schlossfestspiele.ch
Tel: 0900325325.

 

 

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