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Oper von Vorarlberger wird in Paris uraufgeführt

Der Norweger Jon Fosse ist ein Schriftsteller angesichts dessen Werke der in Vorarlberg aufgewachsene Komponist Georg Friedrich Haas leicht ins Schwärmen gerät.

Von Fosse („Die Nacht singt ihre Lieder“, „Traum im Herbst“ etc.), der in seinen Werken auf unprätentiöse Art existenzielle Grundfragen thematisiert, stammt das Libretto zu seiner dritten Oper. „Melancholia“ soll im Mai 2007 an der Opera Garnier in Paris, dem Haus, das Gerard Mortier leitet, uraufgeführt werden.

Es ist das dritte Bühnenwerk von Haas. Die Opern „Nacht“ und „Die schöne Wunde“ wurden jeweils von den Bregenzer Festspielen produziert und vom Publikum wie von der Kritik sehr gut aufgenommen.

Auszeichnung

Bis es jedoch so weit ist, werden von Haas, der zudem in der nächsten Woche den Dobrowolski-Kompositionspreis des Landes Steiermark erhält, weitere große Projekte realisiert. Eines davon unter durchaus spektakulären Umständen im Juni dieses Jahres in Galtur. „Ritual“ ist eine Betrachtung über den Tod, die Natur und die Zukunft.

Gedenkwerke

Die einstündige Komposition ist von drei Blasmusikkapellen und 12 Trommlern auszuführen. Platziert werden die Musiker in großem Abstand voneinander an der neu errichteten Lawinenschutzmauer. Haas versteht seine Musik als Trauer- und Gedenkwerk für die Opfer der Lawinenkatastrophe vor ein paar Jahren. Als Gedenkwerk (allerdings im politischen Sinn, denn thematisiert wird auch eine Revolution) sieht er auch die Oper „Nacht“. Sie kommt nun in einer neuen Inszenierung an der Oper in Frankfurt zur Aufführung. Haas arbeitet derzeit zudem an einem Werk für das renommierte Cleveland Orchestra.

Dozent in Basel

Weitere Kompositionsaufträge kamen vom Mozarteum Orchester Salzburg und von den Donaueschinger Musiktagen. Haas ist ab Herbst zudem Dozent an der Musik-Akademie in Basel. In Japan werden demnächst einige seiner kammermusikalischen Werke aufgeführt.

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