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OP-Vermietung könnte Sanatorium retten

Dr. Rudolf Brugger spricht sich für eine Tageschirurgie am Sanatorium Mehrerau aus.
Dr. Rudolf Brugger spricht sich für eine Tageschirurgie am Sanatorium Mehrerau aus. ©Harald Pfarrmaier
Bregenz. (hapf) Die Auflassung des OP und den Rückbau des Sanatoriums Mehrerau hält Rudolf Brugger für den falschen Weg. Der Bregenzer Mediziner plädiert für eine tagesklinische Vermietung des OP. Damit könnte das Sanatorium als Krankenhaus erhalten bleiben.
Eine Station ist schon geschlossen
Personal setzt sich für Erhalt ein
Angebot für Mehrerau-Ärzte liegt vor
Ab 2016 Hospiz im Sanatorium Mehrerau

Bereits wiederholt sprach sich Dr. Rudolf Brugger, Standesvertreter der Ärzteschaft für den Bezirk Bregenz und Sprecher der niedergelassenen Ärzte, für den Erhalt des Sanatoriums Mehrerau aus. Dabei geht es ihm neben der Nachsorge für die Patienten auch um die Belegärzte: “Ihnen wurde ein Angebot gemacht, an den Landeskrankenhäusern operieren zu können. Das jedoch mit prozentueller Anstellung sowie der Leistung von Ambulanz- und Nachtdiensten. Das ist kein adäquates Angebot, höchstens der Versuch, den selbstverschuldeten Facharztmangel aufzufüllen.”

Keine Veränderung bei Situation für Belegärzte

Und Brugger weiter: “Wie Bürgermeister Linhart mir versicherte, habe ihm das Land versprochen, die Belegärzte in der bisherigen Stärke zu beteiligen. Mit der angebotenen Anstellung ist dies jedoch nicht zu erreichen. Da bleiben Fragen offen, wie bei einer geplanten Operation vorgegangen wird, wenn etwa ein Notfall dazwischenkommt, oder ob Belegärzte ihre Patienten gegebenenfalls am Abend operieren können.” Unter den Anstellungsbedingungen sieht Brugger jedenfalls keine wirkliche Entlastung, da die Belegärzte Operationen an ihren eigenen Patienten so nicht erfüllen könnten.

Regelung der Nachsorge

Vom Land würde Brugger gerne wissen, welche konkreten Vorstellungen da sind, um ausfallende Operationen der Belegärzte in den OP-Plänen zu kompensieren. Schließlich stellt sich ihm auch die Frage der Nachsorge. Ganz konkret geht es ihm darum, wie viele Nachsorgebetten von Bregenz im Seniorenheim Martinsbrunnen in Dornbirn untergebracht werden. Die Nachsorge betreffe meist ältere Menschen. “Wenn nun ein Partner des Patienten diesen in Dornbirn oder wie vom Land angedacht in Schruns und der Internen in Feldkirch besuchen will, hat hier das Land über eine mögliche Unterstützung nachgedacht?” Brugger ist dies wichtig, weil in der Regel ältere Menschen nicht mehr so mobil sind.

Tageschirurgie am Sanatorium wäre Vorzeigemodell

“Keine Königsidee” ist für Rudolf Brugger die Auflassung des Operationssaales im Sanatorium und der Rückbau des Krankenhauses. Damit sollen Räumlichkeiten gewonnen werden, um diese auf Mietbasis Ärzten und Therapeuten anbieten zu können. Brugger spricht sich dafür aus, den OP-Bereich als tagesklinische Einrichtung zu vermieten. Damit  könnte der erst vor wenigen Jahren mit Millionenaufwand eingerichtete OP einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. “Der OP im Sanatorium erlaubt es auch, Endoprothesen, also künstlichen Gelenksersatz, einzusetzen. Mit dieser Lösung könnte das Sanatorium Mehrerau erhalten werden und wäre ein echtes Vorzeigemodell in der Tageschirurgie.”

Vorarlberg habe beim Gelenksersatz ohnehin die längsten Wartelisten, so Brugger. “Dass in einem medizinischen Vorzeigeland wie Vorarlberg Patienten unnötig lange auf Operationen warten und unnötig lange Schmerzen ertragen müssen, kann es nicht sein. Vor allem dann nicht, wenn bei zielorientiertem Denken ganz sicher alternative Lösungen zur Verfügung stehen.”

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