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OP-Liveübertragung in Feldkirch

Im LKH Feldkirch gibt es an diesem Wochenende für Gynäkologen ein interessantes TV-Programm: Live durchgeführte Operationen werden mittels OP-Videokamera zu Schulungszwecken in die Aula übertragen.

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Chirurgie hat international renommierte Gynäkologen zum Erfahrungsaustausch an das LKH Feldkirch geladen. Thema: Sanfte Chirurgie bei Erkrankungen des Eierstocks oder des Eileiters. Primar Univ.-Prof. Dr. Peter Schwärzler, Leiter der Feldkircher Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, operiert jährlich rund 300 Patientinnen mittels der sanften Chirurgie.

Die Adnex-Chirurgie beschäftigt sich mit der Behandlung von Erkrankungen im Eierstock- und Eileiterbereich. Krankheitsbilder sind u.a. Eierstockkrebs, Polypen oder Zysten sowie Eileiterverwachsungen oder -verstopfungen. Die endoskopische Therapie dieser Erkrankungen steht im Mittelpunkt des internationalen Gynäkologen-Kongresses.

Die Teilnehmer sollen laut Schwärzler in Theorie und Praxis fundierte Informationen zur „sanften“ Behandlungsmethode erhalten: „Wir operieren in Feldkirch die meisten betroffenen Patientinnen endoskopisch. Das bedeutet, dass es keine großflächige äußerliche Operationswunde gibt. Die Kamera für den OP-Monitor und die speziellen OP-Instrumente führen wir über bestehende Körperöffnungen zur OP-Stelle, um den Körper der Patienten nicht zu sehr zu belasten“.

Schwärzler zeigt Grenzen und Möglichkeiten der endoskopischen Adnex-Chirurgie auf. Die Vorteile der sanften Eileiter- oder Eierstockchirurgie würden auf der Hand liegen. Bei der endoskopischen Operation werde beispielsweise der Bauchnabel oder der Scheidengang zur Einführung der Spezialinstrumente genützt. Das erspare der Patientin großflächige Schnittöffnungen. Dadurch sinke die Infektionsgefahr und auch die Heilungsphase verlaufe schneller. Es gebe aber auch Grenzen in der endoskopischen Operationsmethode, erinnert der Primar: „Ist eine Erkrankung wie beispielsweise ein Karzinom besonders bösartig oder weit fortgeschritten, muss das befallene, kranke Gewebe radikal entfernt werden. Hier müssen wir zum Schutz der Patientin konventionell operieren“.

S E R V I C E:

Fachliche Rückfragen an Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schwärzler, LKH Feldkirch, Tel.: 05522 303 DW 2200; Peter.schwaerzler@lkhf.at; www.lkhf.at/gynaekologie

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