„One size fits all“ – gibt es im Online-Bereich nicht

Wie man auf Google, YouTube, Facebook, Instagram, Amazon, Snapchat oder TikTok erfolgreich wirbt? Das unterscheidet sich deutlich, da das Nutzerverhalten, die Zielgruppe, das Umfeld und die möglichen Werbeformate unterschiedlich sind. „One size fits all“ funktioniert nicht.

Seit Michael Karg das letzte Mal auf der Interactive West war, hat sich viele getan. Seit über 25 Jahren arbeitet der gebürtige Vorarlberger im digitalen Bereich, mit Erfahrung in Marketing, Medien und internationalem Management. Er hat aber immer noch das Gefühl, dass sich alle sechs bis 12 Monate maßgeblich etwas ändert.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft von Social Media, Digital Marketing und Co. aus?

Alles was digital sein kann, wird digital werden. Und zwar in allen Lebensbereichen. Der rasante technologische Wandel kombiniert mit einem sich rasch wandelnden Konsumentenverhalten führt zu einer unglaublichen Innovationsdynamik, die die Geschäftsmodelle ganzer Branchen verändert. Vor diesem Hintergrund kommt es auch zu maßgeblichen und laufenden Veränderungen im Bereich Social Media und Digital Marketing. Dies führt dazu, dass Konsument:innen mehr Kontrolle bekommen: Jede Person wird nicht nur zum oder zur Empfänger:in, sondern auch zum oder zur Sender:in von Nachrichten und via Regulierung erhält man mehr Kontrolle über die Nutzung der Daten.

Was raten Sie einem Startup oder kleinen Unternehmen in Sachen Online Marketing zu unternehmen?

Meine Empfehlung ist es sich im Detail darüber Gedanken zu machen, was der eigentliche Nutzen für die Kund:innen ist. Die Kundschaft und das sich verändernde Kundenverhalten sollten im Zentrum stehen. Im Bereich der Kommunikation geht es vor allem darum, am richtigen Ort relevant zu kommunizieren und idealerweise auch zum richtigen Zeitpunkt. Es gilt die Zielgruppen, deren Verhalten und die Eigenheiten der relevanten digitalen Plattformen zu verstehen und darauf basierende spezifische Kampagnen zu entwickeln.

Es gibt unzählige Möglichkeiten: Worin steckt für Sie das meiste Potenzial für die Zukunft?

Aus Sicht der Kundschaft werden Dinge immer einfacher, reibungsloser und rund um die Uhr verfügbar. Services und Applikationen, die Aufgaben für Kund:innen mit Hilfe digitaler Technologien vereinfachen, haben enorm großes Potential. Aus Sicht von Unternehmen sind vor allem Bereiche wie E-Commerce, Augmented/Virtual Reality Realität und Blockchain interessant. Alle drei Bereiche entwickeln sich sehr schnell weiter. E-Commerce, weil damit für viele Unternehmen ein direkter Kundenzugang möglich wird. Augmented/Virtual Reality, weil hier enorm viel Potential in den Bereichen Medizin, Bildung und Tourismus besteht. Und mit Blockchain-Technologie wird es für Unternehmen einfacher, die Nachhaltigkeit ihrer Lieferketten zu demonstrieren.

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