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Ölpreis auf neuem Rekordstand

Die Preise für Öl sind auch am Mittwoch auf neue Rekordstände geklettert. Neben der steigenden Nachfrage hat sich vor allem auch die Angst vor Lieferengpässen ausgewirkt.

Die Nordseesorte Brent verteuerte sich nach dem Rekordschlussstand vom Dienstag nochmals auf bis zu 40,99 Dollar je Barrel (159 Liter). Im vorbörslichen Handel kletterte der Kurs für die in New York gehandelte Sorte Light Sweet Crude zweitweise auf einen neuen Rekordstand von 44,30 Dollar.

Der Preis für Opec-Öl erreichte mit 39,33 Dollar ein neues Allzeithoch. Dies seien nochmals 29 Cent mehr als der am Montag erreichte Rekord, sagte ein Sprecher der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) in Wien.

Die Faktoren für die Verteuerung sind vielfältig: Neben der gestiegenen Nachfrage infolge der weltweiten Konjunkturerholung treibt weiterhin auch die Krise beim russischen Ölkonzern Jukos den Preis nach oben.

Auch die jüngsten Terrorwarnungen in den USA wirkten preistreibend. Am Dienstag hatte zudem die Opec mit der Aussage, sie habe derzeit keine Kapazitäten für weitere Förderausweitungen, für steigende Preise gesorgt.

Die Opec will auf ihrer nächsten Ministerkonferenz am 15.September in Wien Maßnahmen zur Dämpfung des Preisanstiegs besprechen. Dies sagte der indonesische Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro in Jakarta.

„Die Reservekapazitäten liegen auf einem historischen Tiefstand“, sagte ein Ölhändler. Zum einen liege dies unter anderem an der unsicheren Lage im Nahen Osten und vor allem im Irak, fügte eine Analystin hinzu. Zum anderen könnte Saudi-Arabien die kurzzeitigen Ausfälle bei anderen Produzenten wie Jukos nicht mehr unmittelbar ausgleichen.

Das Unternehmen, das rund 20 Prozent des russischen Öls fördert, ist wegen eines Streits mit dem russischen Staat wegen milliardenschweren Steuernachzahlungen angeschlagen.

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