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Olgas Tränen versiegen noch lange nicht

19 Jahre Tschernobyl: Längst ist der Zug des Vergessens über das größte Reaktorunglück der Industriegeschichte am 26. April 1986 gefahren. Doch die Aktion "Vorarlberg hilft Strahlenopfern" ist den Kindern weiter treu.
In der von der Tschernobylkatastrophe am stärksten betroffenen Region Gomel im Südosten Weißrusslands ist das Elend auch 19 Jahre danach allgegenwärtig. Dr. Irina Romaschewskaja, Leiterin der Kinderleukämieabteilung im radiologischen Zentrum, kämpft ungebrochen um das Überleben der Kleinen. „Die
wissenschaftlichen Programme zur Erforschung der Tschernobyl-Folgen werden zwar finanziert, aber es fehlen uns weiterhin die hochwertigen Medikamente wie Immunglobuline und Zytostatica.“

Größter Brocken

Seit 14 Jahren bringt die Aktion „Vorarlberg hilft Strahlenopfern“ diese Arzneimittel immer wieder direkt ins Krankenhaus. Die Brücke kann nur aufrechterhalten bleiben, weil die „VN“-Leserschaft den Kindern die Treue hält. Mit den Spenden werden die Medikamente hier angeschafft, nach Weißrussland transportiert und im Spital an die Ärztin übergeben.

Dutzende Hände

Pro Jahr sind rund 20.000 Euro notwendig, um diese Überlebenshilfe zu finanzieren. Dutzende Hände werken freiwillig mit, um rasch und unbürokratisch vor Ort zu gelangen. Spenden sind weiterhin erbeten, jeder kleine Beitrag ist wertvolle Unterstützung.

Nutzung von Ökoenergie zeigen

Neben zahlreichen Privatinitiativen engagiert sich das Land Vorarlberg mit einem neuen Projekt in Weißrussland: Gemeinsam mit Prof. Dr. Edmund Lengfelder soll der Aufbau des Öko- und Energieparks Wolma der Sacharow-Umweltuniversität in Minsk mit einer Hackschnitzelheizung unterstützt werden. „Dieses Demonstrationsprojekt dient der Nutzung regenerativer Quellen. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe werden dadurch gelindert“, so Landesrat Manfred Rein.

Spendenkonto „Aktion Vorarlberg hilft Strahlenopfern“: Raiffeisenbank Bregenz, Kontonummer 5738000, BLZ 37000.

Supergau von Tschernobyl jährt sich zum 19. Mal

Statements

Dr. Klaus König, Lustenau: Ich spende seit 10 Jahren regelmäßig, weil ich weiß, dass die Menschen dort noch Jahrhunderte unter den Folgen von Tschernobyl leiden.

Karl Sparer, Dornbirn: Ich stelle die Höhe eines Kirchenbeitrags in montlichen Spenden für die Medikamentenhilfe zur Verfügung, weil es um Kinderleben geht.

Dank an die Spender

Anonyme Spenden, 8484 Euro; Erika Baldauf, Vandans, 15 Euro; Christl Baumgartner, 7,26 Euro; Gisela Berchtel, Sulz, 20 Euro; Black Horse Country Band, Bregenz, 530 Euro; Helma Bösch, 43,60 Euro; Paul Burtscher, Bregenz, 30 Euro; Marianne Burtscher, Bludenz, 130 Euro; Roswitha Eberle, Lochau, 5 Euro; Hedi Fässler, Dornbirn, 100 Euro; Roswitha Flatz, 20 Euro; Erika Gmeiner, Bizau, 50 Euro; Hermine Grabher, Lustenau, 140 Euro; Arno Grabher, Lustenau, 150 Euro; Elfriede Guth, Weiler/ Klaus, 36 Euro; Trauerfamilie Hämmerle, Lustenau, 30 Euro; Walter Henny, Röthis, 20 Euro; Karin Jäger, 50 Euro; Bernadette Kazil, Wolfurt, 100 Euro; Dr. Klaus König, Lauterach, 240 Euro; Paula Lins, Schnifis, 20 Euro; Johann Mair, Hard, 40 Euro; Josef Noventa, Nüziders, 35 Euro; Josef Pazman, Kennelbach, 30 Euro; Wolfgang Pendl, 100 Euro; Thomas Probst, 10 Euro; Rankweiler Hof, 1500 Euro; Margarita Roth, 15 Euro; Robert Scharf, Altach, 472,42 Euro; Klaus Sinz, 10 Euro; Karl Sparer, 116,32 Euro; Isolde Thurnher, Dornbirn, 10 Euro; Rainer Walser, 94 Euro: Lore Wattenhofer, Langen a. A., 100 Euro; Ulrich Welte, Feldkirch, 850 Euro; Heidemarie Willeit, 15 Euro; Ingrid Zugg, 100 Euro.

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