Okoro will Altkatholischer Bischof werden

Österreichs Altkatholiken könnten bald Weltoffenheit beweisen: Der gebürtige Nigerianer und Vorarlberger Pfarrer Johannes Okoro kandidiert für das Bischofsamt.

Sein einziger Gegner bei der Wahl am 17. November ist der Deutsche Martin Eisenbraun, Pfarrer in Salzburg. Beide bewerben sich um die Nachfolge von Bernhard Heitz (65), der aus Altersgründen aus dem Amt scheidet. In einer Aussendung am Dienstag war von einem „Kopf-an-Kopf-Rennen“ die Rede.

„Werden die Synodenmitglieder den Schritt wagen und einen Afrikaner zu ihrem Bischof wählen?“, zeigt sich die altkatholische Kirche um Spannung bemüht. Selbst versteht man sich als demokratische Kirche: Nicht die Bischofskonferenz macht Vorschläge, alle Gemeinden, der Synodalrat und die Geistlichenkonferenz waren aufgefordert, Kandidaten zu nennen. Frauen steht das Bischofsamt zwar offen, derzeit gebe es aber keine ordinierende Geistliche, hieß es gegenüber der APA.

Am 27. Oktober müssen die Kandidaten bei einem Hearing den Interessierten Rede und Antwort stehen. Bei der Sondersynode im November wird schließlich der neue Bischof gewählt, der sein Amt am 1. Jänner 2008 antreten soll. Zusammengesetzt ist die Synode aus zwei Drittel Laien und einem Drittel Geistlichen. Auch mehrere Wahlgänge sind bei der Bischofsfindung möglich.

Okoro wurde am 21. August 1949 im nigerianischen Kano geboren und ist seit 1994 österreichischer Staatsbürger. Der studierte Psychologe, Philosoph und Theologe arbeitet unter anderem als Psychotherapeut in Dornbirn. In den 90er Jahren war er im Rahmen der UNO-Einsätze auf Zypern und Syrien als Militärpfarrer tätig.

Der 50-jährige Eisenbraun wurde im deutschen Lampertheim geboren, seit 1996 ist er Seelsorger der Kirchengemeinden Salzburg und Ried im Innkreis. Der Altkatholische Generalvikar ist auch Geschäftsführer der Internationalen Römisch-Katholischen Altkatholischen Dialogkommission und geschäftsführender Vorsitzender der Geistlichenkonferenz der Altkatholischen Kirche Österreichs.

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