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Okoro ist Bischof der Altkatholiken

Wien, Schwarzauch - Österreichs Altkatholiken haben den gebürtigen Nigerianer und Vorarlberger Seelsorger Mag. Dr. Johannes Okoro (58) zu ihrem neuen Bischof gewählt. Porträt

Gegenkandidat bei der Sondersynode am Samstag war der Deutsche Martin Hermann Eisenbraun (51). Okoro sprach gegenüber der APA von einer „mutigen Entscheidung“, die für die Offenheit der altkatholischen Kirche spreche. Okoro folgt Bernhard Heitz (65), der aus Altersgründen sein Amt abgibt.

71 Synodenmitglieder waren wahlberechtigt, letztlich entfielen im dritten Wahlgang 40 der 71 Stimmen auf Okoro. Der neue Bischof erwartet sich nach seiner Wahl einen Aufbruch in der altkatholischen Kirche – eine der wenigen christlichen Kirchen, die einen leichten Mitgliederzuwachs verzeichnen können. Freude bereitete dem gebürtigen Nigerianer, den es zum Studieren nach Innsbruck gezogen hatte, dass die ethnische Herkunft in seiner Gemeinschaft offenbar nicht zähle. „Wir schauen nicht auf bestimmte Minderheiten, wir schauen aufs Herz.“

Das Vertrauen, das die Synodenmitglieder dem designierten neuen Bischof geschenkt haben, will Mag. Dr. Johannes Okoro bei der Führung der Kirche nun weitergeben. Vorteile dafür sieht er in seiner Ausbildung als Psychotherapeut. „Seelsorge und Psychotherapie sind zwei Arten, die Menschen zu begleiten, sie näher an die Spiritualität zu bringen und ihnen Orientierung zu geben“, so der designierte Bischof. Ein genauer Termin für die Bischofsweihe steht noch nicht, voraussichtlich wird diese im März sein.

Gegenkandidat Eisenbraun freute sich ebenfalls für Okoro, in den er „festes Vertrauen“ habe. Das Amt als Generalvikar will der Salzburger Pfarrer nicht mehr weiterführen. Nun sei es wieder Zeit, sich verstärkt um die Gemeinde zu kümmern.

Die altkatholische Kirche hatte sich 1870 von der katholischen Kirche abgespalten, nachdem beim Ersten Vatikanischen Konzil die Unfehlbarkeit des Papstes in Dingen der Glaubens- und Morallehre als Dogma (Lehrsatz) definiert worden war. In Österreich leben nach Angaben der Kirche rund 11.500 Altkatholiken.

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