Ohrfeige mit Nachwirkungen

Im November fiel der Stadtpolizei gegen drei Uhr früh einen Alkolenker in Bregenz auf. Der 48-Jährige mit 1,6 Promille intus verweigerte den Alkotest.

Es war für ihn bereits das zweite mal, dass er betrunken am Steuer erwischt wurde. Am Polizeiposten beschimpfte er den diensthabenden Beamten. Diesem rutschte die Hand aus. Der Alkolenker erlitt dabei ein Ohrtrauma.

Was diesen Vorfall betrifft, ist die Sache bereits vom Tisch. Der Beamte bereut den Ausrutscher, zahlte eine Geldbuße und dem Opfer Schmerzengeld. Gestern stand jedoch das Verhalten des Alkolenkers auf dem Spiel. Dieser soll nach der Watsche dem Beamten nämlich angeboten haben: “Wenn ich den Führerschein wieder bekomme, geh ich nicht zum Arzt und melde auch die Ohrfeige nicht”. Diese Worte bezeugten gestern drei Stadtpolizisten.

Für Verteidiger Martin Mennel ein abgekartetes Spiel: “Wenn man sich hier nicht abgesprochen hat, weiß ich nicht”. Für Richter Othmar Kraft stand nicht fest, dass der Alkolenker wirklich den Beamten so konkret zu einem Amtsmissbrauch anstiften wollte. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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