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„Ohne VN könnten wir nicht sein“

Rosa und Hartwin Brunner heirateten im Jahr 1954. Als das frischvermählte Paar in sein neues Haus in Höchst einzog, abonnierte es Vorarlbergs Landeszeitung, die VN.
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Seither ist die Tageszeitung ein fixer Bestandteil seines Alltags. „Ohne Zeitung könnten wir nicht sein. Sie ist sehr wichtig für uns“, betont Rosa, die zwei Kindern das Leben geschenkt hat. Nach dem Aufstehen holt die 85-Jährige als Erstes die Zeitung rein. „Ich lese jeden Morgen ab 7 Uhr die VN durch.“ Zuerst schlägt sie die Seiten mit den Todesanzeigen auf. „In unserem Alter schaut man sich die an.“ Aus den Vorarlberger Nachrichten entnahm sie bereits so manchen Todesfall eines Menschen, den sie mehr oder weniger gut kannte. Sie bedauert, dass die meisten ihrer Freunde und Bekannten bereits gestorben sind. „Jetzt sind nur noch mein Mann und ich übrig. Aber so ist das Leben halt.“ Rosa, die dankbar ist, „dass mein Mann und ich den Alltag noch allein meistern können“, verschlingt derzeit aber auch alles, was mit der Coronavirus-Pandemie zu tun hat. „Ich hätte nie gedacht, dass so was mal kommt.“ Ihr Mann Hartwin, der in jungen Jahren ein begeisterter Turner war, liest meistens nur mehr den Sportteil der Zeitung. Dem 90-jährigen Rentner sind die VN mittlerweile zu umfangreich. „Ich kann nicht mehr alles lesen. Das wäre mir zu anstrengend.“ Themen, die ihn nicht interessieren, überblättert er daher einfach.

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